Mittwoch, 29. Juni 2016

fettlogik Zwischenstand aka Gastbeitrag

Nadja vom fettlogiküberwinden Blog hat mich angefragt ob ich bereit wäre einen Gastbeitrag zu schreiben, und da es eh schon wieder eine Wile her ist, das ich einen Statusbericht zum Thema Diät abgegeben habe, so dass sich vielleicht mancher schon hämisch frägt : ha ! Schon wieder zugenommen oder was ?
 mache ich heute mal ein sehr ausführliches update, eben auch im Bezug auf den Gastartikel. 

Vorgeschichte

Ich habe seit November letzten Jahres 40 Kilo + 
 abgenommen. Nach Lektüre von Ndjas Buch ist mir einiges klar geworden, und am heutigen Tage kann ich sagen, wird mir immer mehr klar.
Ich war kein dickes Kind, aber ich war ein sehr schwieriger Jugendlicher und habe angefangen mit 17 ordentlich zuzunehmen. Meine letzte Erinnerung ist eine Waage in Plochingen, das muss 1991 gewesen sein , mit 72 Kilo. 1997 , nach der Geburt meiner ersten Tochter mit 23 wog ich 144kilo.
dann wieder weniger, dann wieder mehr. 2007 begann ich bei den weight watchers, aber dank gemüse und Obst für umme, blieb ich monatelang auf den magischen 101kilo hängen. Wir wissen ja, das war mein Setpoint....;))
seit 3 Wochen wiege ich 92 Kilo. mal 100gramm , mehr mal 100gramm weniger.Aber dazu später mehr.
Als ich mit Kalorienzählen anfing, musste ich mir erstmal eine Körperwaage kaufen, bis die endlich kam, war ich schon 2 Wochen im Kalorienzählmodus, von dem her denke ich , das mein Ausgangsgewicht zwischen 136 und 138 Kilo gelegen haben muss.
Als ich mich am 17.November das erste mal , seit vielen Jahren wieder wog, zeigte die Waage 130 Kilo an.Da war ich schon schwer geschockt.Das war mehr als es zu WW Zeiten gewesen waren.

Als ich Bilder für diesen Beitrag kruschtel, fiel mir tatsächlich auf, wie ich all die Jahre kontinuierlich zunahm, allerdings ist der Prozess ja schleichend.
 Irgendwann passt die Lieblingshose nicht mehr, ist ja klar : Materialermüdung ! Alter Scheiss was die da heute einem verkaufen.
Oder die Grösse im Laden passt nicht mehr, man muss größer kaufen : die Körpernazis haben schon wieder die Größen enger gemacht !
Es waren die viele kleine Dinge, die sich all die Jahre ansammelten, und durch die Lektüre des fettlogik Buches , plötzlich aufploppten und Sinn ergaben. Die Plastikstühle die in jedem, Jedem ! Urlaub unter mir zusammenkrachten. Die Stühle in der Eisdiele, in die ich eh nicht reinpasste, Kinoreihen verbeischlängeln,Füsse die immer größer wurden, am Schluss war es Größe 44 die ich kaufen musste.
Ich war nicht belastbar, oft, sehr oft schlecht gelaunt und hatte mit einigen körperlichen Gebrechen zu kämpfen.Hüftschmerzen, Reflux in der Nacht, so dass ich mehrmals mit Kotzgeschmack aufwachte, und dachte ich müsse mich aus dem Schlaf weg erbrechen. Dauermüdigkeit ( Kohlenhydrate ! ) Treppensteigen, ein Alptraum, Kurzatmigkeit, Unbeweglichkeit.
Das mag nicht für jeden zutreffen der Übergwicht hat, aber für mich war es so.
( Ich schreibe hier übrigends über meine eigene Sicht der Welt, und keine Allgemeinplätze, nur zur Information ...)
Ich hatte sehr,sehr oft Blasenentzündungen, die ich nicht einordnen konnte.
Symptome. Alles Symptome für meine Fettleibigkeit, aber wie gesagt, ich habe lange die Augen verschlossen. Dann kamen mehrere Kleinstereignisse zusammen. Ich wurde 42, meine älteste Tochter zog aus und ein Hexenschuss der 2 Tage intravenös im Krankenhaus behandelt wurde, führten zu folgenden Ergebnissen :

A, ich werde alt, also wird alles nicht leichter,schöner und angehmer
B, ich kann jederzeit anfangen mit Enkeln turnen zu müssen
C, wenn nicht jetzt, bitte wann dann ?

 Lebensgewicht beim Badenixen sew along 2014 : warscheinlich 128 Kilo Größe 1,76m

Essen, essen, essen. Und immer auch viel Trinken...
Der Pulli ist Größe 54 und spannt. Schade um den schönen Stoff !
Das untere Bild, geschossen im November 2015 gab mir dann den mentalen Rest dazu, endlich durchzustarten. Ich musste schon eine Weile Schnittmuster ins unendliche vergrößern, aber wie gesagt, den Zusammenhang herzustellen, fiel mir nicht leicht.Zu gefangen war ich in meinem Kreislauf aus Essen, Schlafen, Schmerzen und von vorne.
Angefangen habe ich dann erstmal damit zu tracken was ich so täglich esse. Da war natürlich viel Müll ( CHips,Schokolade, viel verarbeitete Dinge )  dabei. 
Umgerechnet habe ich pro Tag mehr als 4000 Kalorien vertilgt, und zwar täglich.
Bei Beginn versuchte ich auf 800kal zu essen, aber das endete dann wirklich in Heulattacken und fürchterlichen Hungerkrämpfen. Nach 3 Tagen habe ich es eingesehen und bin 3 Monate auf 1500kal gelaufen. Das ging anfangs schwer, und mit zunehmender Beschäftigung mit Essen, Nahrung und Bestandteile immer besser. Für mich stand von Anfang an eine größere Beweglichkeit und eine bessere Fitness ebenso im Vordergrund wie das möglichste Vermeiden von ernährungsbedingten Erkrankungen. Deshalb fing ich relativ schon früh , im Dezember wieder mit Sport an. Eigentlich mag ich Sport. Ich bin jetzt kein Bewegungsjunkie, aber draussen bin ich recht gerne. Wird aber jeder Schritt zur Anstrengung, und ein kleiner Spaziergang zur unüberwindlichen Hürde, muss man halt wieder aufs Sofa...
Ich habe also meine alten Walking-Stöcke wieder rausgekramt, und bin gelaufen. Anfangs nur 2 Mal die Woche, im Frühjahr dann täglich.
Momentan esse ich auf 1200 Kalorien, und versuche so gut es geht täglich ca eine dreiviertel Stunde laufen. 2 Mal die Woche mache Muskelaufbau mit dem eigenen Körpergewicht, also so beliebte Schulstundenturnrunden wie Liegestütze, Sit ups, Kniebeugen und so...

da noch etwas spack, seit heute passt sie ganz genau, ich habs überprüft !
Hose schon wieder zu groß und eine neue Bluse

 Istzustand

Wie gesagt befinde ich mich in den letzten 2 Wochen eher irgendwie im Haltemodus, unter 92kilo geht nichts.Das mag am Regenwetter gelegen haben, das meinen Schweinehund, der mittlerweile auf fröhliche Chiuwahua- Größe geschrumpft war, wieder auf Bobtail-Größe ansteigen liess. Das mag diversen Grillevents zu verdanken sein. Schlussendlich bin ich selber Schuld, ich neige nämlich auch zu Schlamperei...Damit ist seit Freitag letzter Woche Schluss, seitdem bin ich wieder drin, und habe auch schon wieder ein halbes Kilo wettgemacht. 
Ich fühle mich ausgezeichnet, übrigends. Auch wenn andere anderes behaupten, aber dazu später mehr..
Ich bin fit wie ein Turnschuh. Früh wach, und nicht mehr so antriebslos und dauermüde. Ich kann es manchmal kaum auf dem Sofa aushalten, muss wieder aufstehen und irgendwas machen. Das ist ziemlich neu, das kenn ich so garnicht von mir..Ich bin fitter als mancher Kollege beim Arbeiten der dünner ist als ich. Das ist ein sehr schönes Gefühl, wenn alle nachdem Treppensteigen in den 3.Stock schnitzelfertig sind, und ich umherspringen kann wie eine junge Geiß im Frühling. Das befriedigt mich sehr, dieses Wissen, das auch der Sport mir einiges bringt. Wenn ich morgends meine Runde laufe, in der Frische des Morgends, klärt sich mein Kopfund mein Geist ist wie frischgewaschen für den Tag, ein sehr, sehr angenehmes Gefühl. Ich fühle mich Kraftvoll und aktiv.
Ich schlafe ausgezeichnet, habe seit November keine einzige Blasenentzündung mehr gehabt, und meine Hüftschmerzen sind fast vollständig genesen. Auch andere diverse Zipperlein sind garnicht mehr vorhanden. Knie und Rückenschmerzen zum Beispiel. 
Eine Freundin von mir behauptet, ich wäre viel ruhiger geworden. Nicht mehr so laut. Das mag zutreffen. Ich schiebe es auf den Zuckerkonsum. Studien sagen zwar, es gäbe keine Zuckerabhängigkeit, aber das bezweifel ich gründlich. Wenn ich anfange übermäßig Zucker zu essen, gehts es mir schlecht. Nicht nur gedanklich, weil ich wieder Kalorien in den Sand gesetzt habe, sondern auch Körperlich.. Für mich wird das als Droge abgelegt, und gut ist. Ab und zu mal ein Keks oder ein Stück Kuchen, fertig. Und wenn ich es einreissen lasse, spüre ich das spätestens daran, das ich dauernd Hungergefühle entwickle.

Prinzipiell esse ich alles. Ausser Schokolade, Chips, Butter, Nutella und Alkohol, ist alles auf meinem Speiseplan. Weissbrot versuche ich zu vermeiden, aber das liegt am Sättigungsgrad. Vollkorn macht einfach satter...Fisch esse ich übrigends auch nicht. Aber das ist eine andere Sache ...

Ein bisschen Gedanken macht mir die überschüssige Haut. Innenschenkel oder Oberarme haben doch deutlich Macken abbekommen nach 20 Jahren Fettleibigkeit. Ich versuche mit Sport gegenzuhalten, eine Operation käme für mich niemals nicht in Frage. Natürlich sieht es dann nicht so schön aus, das war ich aber vorher auch nicht, und werd ich nicht sein. der Gesundheitsaspekt geht bei mir vor... 
Ich füge hier nochmals meine alten und neuen Maße ein, denn wenn auch auf der Waage nichts geht...es geht trotzdem was.
 Oberweite alt 128 neu 105
Taille alt 113 neu 96
Hüfte alt 138 neu 113


Der neue Sommermantel in der mache


Neue Crosslaufschuhe. Die einzigste Investion in Sportgeräte
 Mein Kleiderschrank

tja, der Kleiderschrank.... Das ist ja auch mal so eine Sache... Da freut man sich das man abnimmt...und plötzlich hat man garnichts mehr zum anziehen...Das ist natürlich auch so ein Luxusproblem...Ich nähe das meiste meiner Garderobe mittlerweile selbst, und es ist schwierig bei grossem Kleiderdruck des brauchens und welche Größe passt mir zu nähen. Ich habe das nähen eine Zeitlang gegen Null gefahren, das war von Januar bis Ende April, weil ich wirklich nicht auf gut Glück irgendetwas fabrizieren wollte. Ich biss notgedrungen in den sauren Apfel und habe mir dann Ende Februar 2 Jeans gekauft. Die kann ich in die Tonne Kloppen, zu gross.
Ende April wurde es dann ganz düsterim Kleiderschrank  und bei Größe 48 in Burda fing ich wieder an zu produzieren, wenn auch verhalten. Die Größensysteme verschiedener Hersteller von Schnittmustern sind genauso nebulös wie beim Normalkauf, und deshalb immer etwas diffizil. Bei Burda bin ich jetzt bei Größe 44-46 angekommen ( wie geil ist das denn ??????) bei Ottobre ebenfalls. Die anderen Firmen habe ich noch nicht gemacht...
Was bleibt , ist trotzdem , wie lange weiss ich nicht, diese nebulöse dicke Identität von der alle immer sprechen. Lange, sehr lange habe ich überlegt, was bitteschön soll das sein ? Diese Dicke Identiät ? Das ich gewisse Sachen nicht machen kann ? Das mir das eh nicht steht ? Ich zu schwer bin ? Ich finde es immer noch schwer was das wohl für die Mehrheit bedeuten soll. Für mich bedeutet das, das ich regelmäßig falsch bin in meinen Annahmen. 
Letztens war da ein Stuhl. So einer wie ich früher gemieden hätte. Eingrenzt zwischen unbequemen Armlehnen. Aber ich wollte einfach hinsetzen. Und als ich saß , realisierte ich sehr, sehr langsam, das ich noch nicht mal in die Nähe der Armlehnen gerate...Seltsam. Ich merke das das manchmal echt krass ist mein Körperbild jetzt passt überhaupt nicht mehr in die alte Schablone. Es wird zwar etwas besser, bleibt aber immernoch superspannend. Manchmal klopf ich mir auf meine Schlüsselbeine.Nur um zu testen, ob das wirklich Knochen sind.
Meine Schuhe sind fast allesamt zu groß, beziehungsweise zu weit. Am Schluss mussste ich Gr. 44 kaufen, mittlerweile bin ich wieder bei einer flotten 42 angelangt. Gottseidank, hab ich nicht die Schuhe entsorgt.
Die Kleider übrigends schon. Für mich ist mittlerweile klar : DA will ich nicht mehr hin. Und auch der Nachhaltigkeitsgedanke zum Kleidungsstücke umarbeiten, konnte mich nicht davon abhalten mich von vielen Sachen zu trennen. Müllsack auf und weg damit.
Insgesamt fällt mir das leichter. Dieses Trennen von Umständen oder Dingen die mir nicht gut tun. Ich halte das für einen heilenden Nebeneffekt einer Diät. Ich kann besser, viel besser verzichten. Nicht nur auf Essen, das für mich auch oft ein Symptom eines verdeckten Gefühls war. Ich bin klarer in meinen Handlungen und Überlegungen. Dinge die mir nicht gut tun : Weg damit. Auch wenn es manchmal schmerzt.
Mein Kleiderschrank ist gerade sehr, sehr übersichtlich. Und dennoch wage ich mich an Neues. 
Fühlt sich gut an !


Mein neuer gekaufter Badeanzug und viel alte Haut !


                                                    Neuerdings mit weniger , aber dafür tieferem Hintern...


 ich und die anderen


alledings gibt es ja auch noch die Anderen... Die sich plötzlich sorgen...oder so ähnlich...
 Eine Diät ist eine sehr private Sache, finde ich . Die letzten Monate habe ich die Zeit die ich sonst mit Essen von verschiedenen Dingen verbracht habe, intensiv über mich nachgedacht. Ob das ein Nebeneffekt einer Diät ist, kann ich nicht pauschal beantworten, bei mir ist es so. Und ich habe auch nicht das Gefühl , das ich mit meinen Gedanken am ende bin. Ich habe festgestellt das ich ein Suchtcharakter bin. Ich neige zu Exzessen. Sei es beim Alkohl, beim rauchen, beim Essen. Schliesse ich eine Tür, geht eine andere Türe auf. Momentan bin ich beim Exzessiv- Stricken angelangt. Meine Hände und Gedanken sind beschäftigt, so kann ich nicht essen. Lerne ich neue Dinge, mache ich die ganze Leier exzessiv. Von bis gibt es kein Halten. Solange es sozialverträglich ist und mir oder anderen nicht schadet, halte ich so eine Erkenntnis für förderlich.
Mittlerweile ist aber diese kleine private Diät sehr deutlich sichtbar, und da kommt eine Komponente ins Spiel die mich kalt auf dem Fuss erwischt : Die Anderen.
Nadja hat es in ihrem Buch hier und da erwähnt, die Kommentare und die Speigelfunktionen von anderen und von aussen. Aber das es so krass sein würde, damit hatte und habe ich keinesfalls gerechnet.  Als ich fettleibig war, mit einem BMI von 44 und also morbid adipös war, und jeden Tag an einem Herzinfarkt ( das kann ich natürlich heute auch ! ) vorbeischrappte, interessierte es niemanden, wieviel oder was ich aß. Oft wurde nochmals aufgetragen, weil es mir doch so gut schmeckt ! Die Reaktionen mit denen ich heute zu kämpfen habe, beschäftigen mich sehr, mehr noch als mein Sportprogramm oder meine übrigen Kalorien. 
Es scheint, als können viele Menschen nicht damit umgehen , wenn man die " Peergroup" wechselt. Die schlimmsten Reaktionen habe ich aus der sogenannten " fat-acceptance" Bewegung erhalten, das hat mich nachhaltig verstört. Selten habe ich solchen eindimensionalen Scheibenmenschen getroffen die nicht nur rasstisch sondern auch völlig unreflektierbar auf fremdes Leid reagierten. Schlimm.
genauso schlimm wie alle Anderen die plötzlich Gesundheitsapostel sind und ungefragt Tipps oder Tricks oder sonstjedwelchen Scheiss an mich herantragen. Von Gemüse ! Gemüse macht Muskeln und Kartoffeln sind sooo Schlecht, über du brauchst mal eine Fastenkur, ich esse ja nach 15 Uhr garnichts mehr und Mädle pass bloss uff ! Magersucht ist eine tödliche Krankheit sind mannigfaltige Unverschämtheiten dabei. Eine junge Kollegin hat mir letztens vor versammelter Mannschaft unterstellt , das man solche Diäten ja auch nur macht um immer im Mittelpunkt zu stehen, und hat im 2 Atemzug erklärt , sie habe sich heute morgen schon wieder ein neues Loch in den Gürtel mchen müssen, sonst rutscht ihre neue Hose in Größe 32... Nachbar Z meckert meinen Mann an, ob er nichts rechtes mehr zum fressen auf den Tisch bringen könne, deine Frau sei so abgemagert...  Freunde, die mich schon eine Weile nicht mehr gesehen habe, schlagen sich die Hände vor den Mund und schreien in der Stadt . OH GOTT ! OH GOTT OH GOTT OH GOTT !
Um im nächstem Atemzug zu fragen wie ich das denn mache, und mir sofort wieder in Wort fallen, sobald ich auch nur ETWAS dazu sagen kann.
Schrecklich das ganze..DAS ist wirklich anstrengend, und ich finde es sehr befremdlich und sehr sehr seltsam. Warum nur sagt man das nie zu Dicken ? Vielleicht hätten mir solche Reaktionen damals schneller auf den Trichter geholfen ?  
Dicke Menschen in meinem Umfeld grüßen mich nicht mehr... 
Nachbarn bringen Restkuchen : nur ein Stück. Für deinen Mann . DU darfst ja nicht....nichtwahr ??

Niemals hätte ich mir das träumen lassen, was da gerade passiert. Ich habe , als ich Dick war, niemals body-shamende Reaktionen in solch einer Masse und solch einer Vehemenz erhalten, wie ich es jetzt seit gut 3 Monaten abbekomme. Das ist purer Rassismus. Körperrassismus. Plötzlich soll man Angaben zu Dingen machen, die denjenigen der sie Wissen will nicht im mindesten etwas angehen müsste, insbesondere mit dieser Information etwas anfangen möchte. Denn es nicht so, das diese Menschen die das äußern sich WIRKLICH dafür interessieren würden. Es ist vielmehr ein Vorwand um auf sich selbst zurückzulenken , um ja nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Und natürlich schreibe ich hier einen ÖFFENTLICHEN Beitrag darüber...aber den steuer ich, und nicht die Anderen....
Ich habe lange darüber nachgedacht, warum mir solche Reaktionen begegnen, und ich komme auf keinen grünen Zweig...Ich bleibe ratlos....Und deshalb, wenn mir jemand Bekanntes in der Stadt über den Weg läuft, der mich nicht erkennt...dann lass ich das. Da bleib ich lieber inkognito. Sorry.


Ziele

Viele fragen : Und was ist dein Ziel ( hechel,hechel...????)
Ich hab keins. 80 kilo wären prima. 82 aber auch. Weit weg von 100, ist ein Ziel.
Ansonsten habe ich das Ziel, fit zu werden und zu bleiben. Ich habe viele Hobbys, denen möchte ich noch ein paar Jährchen frönen. Natürlich ist mir klar, das eine Diät nicht vor dem Sarg feit. Auch ich werde vielleicht krank, aber ich kann Begleiterscheinungen mindern. Eine meiner größten Ängste war Diabetes. Es gibt schlimmeres, i know. Aber selbstverschuldet sollte man da nicht unbedingt hereingeraten. Ich habe 3 Kinder, ergo vielleicht mal Enkelkinder. Ich habe Lust mit denen Quatsch zu machen und nicht zu sagen : Oma kann nicht mit, weil die kann nicht mehr so gut laufen.... Das mag für viele lächerliche Gründe sein, für mich sind sie schlüssig.
Sich bewusst und aktiv auf den Tag freuen in der tiefen Gewissheit ihn auch gut zu bewältigen zu können ist ein sehr gutes Gefühl.
Morgends laufen zu gehen, wenn all noch in den Federn stracken, und zu denken : Freunde ist das herrlich hier draussen, erfüllt mich gerade täglich von neuem mit Freude. 
 

Kommentare:

  1. Davon kenne ich ganz, ganz vieles - wenn es auch erstaunlich klingen mag.

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  2. Ich finde es toll was du bist jetzt geschafft hast und das beste daran ist das du mir den Weg dahin gezeigt hast. Ich bin jetzt auch dabei und es geht mir verdammt nochmal gut.
    Gruß Sylvia

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  3. Ich hab das Buch gelesen, aber den echten Anstoß hast Du mit Deinen Fotos und Deinen Berichten gegeben. Ohne die wäre ich nicht auf einem so guten Weg. Danke für Deinen Mut Fotos zu posten und dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst.
    Liebe Grüße Maria

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  4. Ich finde du bist eine mutige und bewundernswerte Frau. Das meine ich ernst, das ist kein Bauchpinseln oder so. Ich finde es großartig was du für dich erreicht hast. Und ich finde es mutig hier so offen darüber zu schreiben, ich bin da eher zurück haltend, aber durch deine Berichte hast du mir (und vielleicht auch anderen) den Anstoß gegeben auch etwas zu tun. So ein Bericht ist ermutigender als jeder Ratgeber.
    Lg und bis bald
    Mathilda

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  5. Liebe Mathilda, vielen Dank für dein liebes Kommentar, ich weiss ja das du da schon eine Weile dabei bist..es freut mich wenn ich tatsächlich schaffe andere zu motivieren. Ganz dicker Drücker!
    Liebe grüße

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  6. Ich bewundere Deine tolle Leistung aus ganzem Herzen und freue mich mit Dir über das, was Du schon geschafft hast.
    Ich glaube das Problem mit "den anderen" ist, dass Du die Situation veränderst, die sie kennen. "Die Dicke" ist auf einmal gar nicht mehr dick! Warum? Was sagt das über sie selbst aus? Konnten sie sich bisher überlegen fühlen, weil Du dicker warst als sie? Hat dieses Dicksein deren "Defizite" überdeckt? Besteht "Gefahr", dass die zwischenmenschliche Beziehung nun anders definiert wird? Veränderungen können Angst machen. Oder sie sind schlicht neidisch?
    Ein total beklopptes Beispiel kann ich Dir erzählen: Eine gute Bekannte, sehr schlank (ca. 55kg bei 1,65m) erzählt mir immer, ich wäre doch überhaupt nicht dick (Neeeiiin), macht aber selbst Diät vor ihrem Strandurlaub, weil sie ja "so eine fette Wampe" hätte. Was soll man von so was halten???
    Liebe Grüße
    Luzie

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  7. Schön, dass das so gut für Dich klappt! Ich freu mich ehrlich, so als langzeitige stille Blogleserin!

    Was die seltsame Tour der anderen Leute betrifft - einfach mental den Stinkefinger zeigen, diese Distanzlosigkeit ist schon mal schwer erträglich, und dann noch mit Vorwürfen daherkommen...dafür darf man weder Energie noch Gedanken noch Lebenszeit opfern. Sollen sauertöpfisch und übergriffig sein, wenn ihnen das was gibt - aber die Kosten dafür sollen sie selber tragen, niemand sonst. Echt, da könnte ich würgen, wenn ich so etwas lese!

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  8. Liebe Stella, Wahnsinn, was du schon geschafft hast. Du siehst super aus! Obwohl es natürlich viel wichtiger ist, dass du dich so gut fühlst. Mir würde es auch gut tun, mich aufzuraffen. Ich bin zwar nicht stark übergewichtig, sondern liege etwas unter deinem jetzigen Stand, doch habe ich in den letzten Jahren jeweils immer so 3kg zugenommen. Das ist nicht gut, wenn ich bedenke, dass auch ich noch gedenke ein paar Jahre länger zu leben. Meine drei Kinder sind zwar jünger als deine und ich bin älter als du; von wegen Enkel und Oma, du weißt schon...

    Sag mal, wie machst du das mit dem Tracken? Du nutzt doch sicher eine App. Welche denn? Ich finde das irgendwie so lästig bzw. nicht praktikabel. Besonders da ich ja immer für die ganze Familie koche und das in der Regel nicht nach Rezept. Aber wahrscheinlich wird es mit der Zeit einfacher.

    Du kannst echt stolz auf dich sein!
    LG füßchenbreit

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  9. Liebe Mathilda,
    ich wünsche Dir viel viel Kraft, fürs Durchhalten und das Ertragen der Reaktionen der Leute.
    Dass Du gesund bleibst und Deine Ziele erreichst.
    Und ich finde Deine Veränderung toll, Respekt, ich freu mich für Dich.

    Ich glaube, man ist es einfach nicht gewöhnt, dass mollige Menschen ihr Aussehen generell verändern.
    Ich merke, dass ich bei so einer starken Veränderung wie z.B. Nadjas nicht sofort freudig reagiere, sondern irgendwie denke, oh mein Gott, ob das gutgeht, wird sie jetzt ins andere Extrem switchen, hört sie irgendwann mal auf abzunehmen, bleibt ihre Körperwahrnehmung gesund, etc.
    Und wenn ich nicht weiß, dass die sich verändernde Person bewusst so abgenommen hat, denke ich auch an Krankheit oder Stress als Ursache.
    Alles kein Grund übergriffig, abwertend oder sonst irgendwie negativ zu reagieren, bzw. überhaupt zu bewerten, aber vielleich teilweise eine Erklärung für diese extremen Reaktionen.



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  10. Liebe Stella, ich finde das ganz super. Lass dich nicht von anderen beirren, die sind vermutlich a) ein kleines bisschen neidisch, denn die Mehrheit fühlt sich wohl eher oft zu dick b) verärgert, denn sie können sich nun nicht mehr heimlich besser fühlen als du, denn jetzt bist du die Disziplinierte c) kommen einfach mit großen rapiden Veränderungen nicht klar (viele erschrecken sicher auch weil sie denken du wärest krank o.ä. ). Bleib freundlich, lass dich davon nicht ärgern, das lohnt nicht. Irgendwann haben sie sich an dein neues Aussehen gewöhnt, und dann ist das auch wieder vorbei. Vielleicht ginge es dir ja auch so, wenn jemand im Bekanntenkreis sich so rapide so (zum Vorteil) verändern würde? Es macht einfach ein bisschen neidisch und man bekommt die eigene Unzulänglichkeit quasi vorgeführt... das legt sich. Und natürlich fragt man sich sofort, was ist passiert? Lass die Leute reden, wenn sie's brauchen...

    Bleib dabei, denn so lebt es sich doch deutlich leichter und gesünder und hoffentlich (und sehr wahrscheinlich) auch noch dazu einiges länger.

    Übrigens finde ich überhaupt nicht, dass da viel alte Haut im Badeanzug zu sehen ist, gar nicht, das hätte ich mir jetzt viel schlimmer vorgestellt (darf ich das so sagen?). Man sieht, dass du viel Sport dazu machst und du bist schön im neuen Badeanzug!

    Liebe Grüße, frifris

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  11. Liebe Stella,
    es ist großartig was du geschafft hast! In erster Linie höre ich heraus, dass du dein Leben ganz anders genießt und dich in deinem Körper wohl fühlst, weil manche Grenzen einfach nicht mehr existieren.
    Das Problem der anderen liegt wohl darin, dass sie mit der Veränderung nicht klar kommen. Und mit der Disziplin, die du ja sehr wohl aufbringen musst. Denn jede und jeder hat seine Punkte, die veränderbar wären. Das greift sie vielleicht an, wenn sie sehen, dass du das packst.
    Liebe Grüße,
    Luise

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  12. Ich finde das nach wie vor toll, vor allem, wie du das machst. Und dass es dir gut geht. Sehr klasse zu lesen dei Beitrag.
    Liebe Grüße
    Sabine
    (die hofft,dass du auch mit wenig Zucker noch richtig laut sein kannst....)

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  13. Beim Lesen Deines Beitrags sind bei mir einige Lampen angegangen! Blasenentzündungen und Müdigkeit haben mich auch fest im Griff und dass es mir ohne Zucker und Alkohol besser geht, habe Ich kürzlich auch festgestellt. Dein Weg,den Du beschrieben hast, macht mir Mut, endlich selbst etwas zu unternehmen. Du siehst auf den Fotos inzwischen wesentlich besser aus, glücklicher.
    Liebe Grüße
    Ilse

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  14. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  15. Liebe Stella,
    ich finde es unglaublich, was du da über die Reaktionen der anderen schreibst. Ich kapier das überhaupt nicht. Was soll das? Was stimmt mit denen nicht? Ich kann wohl verstehen, dass jemand, der/die dich lange nicht gesehen hat, dich erst mal nicht erkennt oder sich gar erschreckt, weil die Veränderung doch rapide ist. Wenn eine dick wird, ist es ja ein schleichender Prozess, den man nicht so wahr nimmt. Aber dass du anders behandelt wirst, finde ich schon strange. Vielleicht haben diese Leute keine Selbstdefinition und müssen sich permanent mit anderen vergleichen?
    Ich finde es jedenfalls bewundernswert, was du geschafft hast und kann dich mit und ohne Kilos gut leiden. Macht für meine Beziehung zu dir jedenfalls keinen Unterschied. Aber ich finde es großartig, dass du so fit bist. Die Nadja hatte mal darüber geschrieben, wie die Haut mit der Zeit weniger wird. Gib dir Zeit. Das wird schon. Alles Liebe
    Lotti

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  16. Über dieses Verhalten der Anderen habe ich auch schon oft nachgedacht - ich hatte medikamentenbedingt einige optische Veränderungen und kenne z.B. das mit den Händen vorm Gesicht und OhgottOhgott umgekehrt, als ich plötzlich mit Hamstergesicht herumlief. Meine Vermutung ist, wie schon andere geschrieben haben: Dünn sein ist so ein starkes Statussymbol, allen Dickeren fühlt man sich überlegen. Gerade Frauen, aber auch immer mehr Männer, sind extrem stolz auf einen schlanken Körper und zeigen ihn auch gern. Egal ob man sonst im Leben nichts zustande bringt, der schlanke Körper ist immer die Trumpfkarte. Wie sehr andere den eigenen Körper beobachten und abschätzen wird immer erst klar, wenn man abnimmt - nur dann trauen sie sich, etwas zu sagen. Ich war da auch perplex, als ich (unfreiwillig) abnahm und plötzlich ständig Bemerkungen deswegen bekam. Das Ganze ist extrem ungerecht, aber wohl derzeit nicht zu ändern.

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  17. Ich bewundere Deine Leistung aufrichtig! Ich verstehe es auch nicht, warum so viele Menschen immer der Meinung sind, dass sie ihren Senf dazugeben müssten.. ob bei Diät, Kindererziehung usw.. Ich muss da immer an das Lied der Ärzte denken "Lass die Leute reden".
    Lass Dich nicht unterkriegen, Du machst das großartig. Wichtig ist, dass Du Dich gut und gesünder fühlst!
    GlG Dana

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  18. Dein Bericht ist irrsinnig spannend zu lesen, ich gratuliere Dir, es rührt mich, wie Du Dein Leben zu so viel mehr Zufriedenheit führen konntest. Mich persönlich hast Du mit Deinen Berichten auch zum Nachdenken angeregt und ich bin sehr froh drum!
    Ich glaube viele Kommentare hatten gute Erklärungen für das Verhalten Anderer, mir viel dazu nur Neid ein. Liebe Grüße und vielen Dank Michaela

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  19. Ich ziehe den größten Hut, den ich habe. Du machst es richtig und was die Unkenrufe der anderen betrifft: Schxxx drauf. Ganz ehrich, wer sich so verhält, gehört ignoriert! LG Carola

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  20. Ich ziehe den größten Hut, den ich habe. Du machst es richtig und was die Unkenrufe der anderen betrifft: Schxxx drauf. Ganz ehrich, wer sich so verhält, gehört ignoriert! LG Carola

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  21. Spannender Bericht und du kannst echt stolz auf deine Leisung sein! Weiter so und nicht unterkriegen lassen ;)
    Liebe Grüße,
    yacurama

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  22. Danke für diesen tollen Text.
    Wenn du mal eine Zeitlang stehenbleibst, hören auch die dummen Sprüche und Verhaltensweisen der anderen auf, denk ich.
    Mir gehts zumindest so. Und wenn man dann neue Leute kennenlernt, die nicht wissen, dass man vor Kurzem noch dick war, finden die einen noch nichtmal besonders schlank....
    Eine Frage der Gewöhnung.
    Das mit dem zucker unterschreib ich natürlich voll und ganz; es gibt m.E. wenioge Themen, wo Studien und Messungen (von wegen es gibt keine Sucht) sooooo extrem von meinem -und ja auch deinem- Erleben abweichen (dass es nämlich schlimmere Suchterscheinungen hervorruft als z.B. Rauchen).
    Liebe Grüsse !

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  23. Ich als deine Mutter bin irre stolz auf deine ..wie soll ich's nennen. Deine Leistung. deinen Mut zu dir selbst .deine Überwindung anzufangen ..deine deine deine ... egal!! Ich liebe dich

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    1. Schönere Worte kann man als Tochter ja wohl nicht hören :)

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  24. ich finde es einfach nur GROßARTIG - deinen erfolg, deine konsequenz und wie schonungslos du es beschreibst.

    ich wünsche dir ein schild überm kopf "das geht euch garnichts an", damit die blöden kommentare aufhören. ich denke, da steckt viel neid und eben dieses ganze system an fettlogik und schlankheitswahn hinter, das die meisten menschen im zaum abhält. ich finde nicht, daß du dich da abhängig machst, ich glaube, du befreist dich.

    und du hast mich angeregt, meine - zugegeben viel wenigeren - kilo zuvielgewicht anzugehen statt über die gesundheitlichen auswirkungen zu resignieren. ich mach es lange nicht so streng, aber 5 kilo weniger ohne zu hungern sind schonmal weg. es fühlt sich wirklich gut an, leichter und fitter zu sein. vielen dank fürs mutmachen!

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  25. Na, ist ja auch ne Chance. Dann kannst du jetzt ganz einfach rausfinden mit welchen Leuten es sich nicht lohnt den Kontakt zu halten. Keine Ahnung was die für Probleme mit sich haben, aber das sollten sie mit sich selbst ausmachen. Ich finde deine Einstellung super und auch deine Motivation. Ich gehe deshalb zum Sport um halbwegs gesund alt zu werden und dem Bandscheibenvorfall vorzubeugen, das können viele schon nicht verstehen. Aber seid ich das wieder regelmäßig mache habe ich kaum noch Erkältungen und fühle mich besser.
    Ich habe mal gelesen, dass man merkt, dass man auf dem richtigen Weg ist, wenn der Widerstand wächst. Von außen, als auch von innen. Ich finde es mutig und richtig von dir, dass du das durchziehst und so offen von deinem Prozess berichtest.
    Liebe Grüße
    Katharina

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  26. Auch ich bewundere deine Leistung, Hut ab!
    Völlig unverständlich sind für mich jedoch die Reaktionen von außen.
    Gönnen dir diese Menschen etwa den Erfolg nicht?
    Katharina hat es schon geschrieben: Das ist auch eine Chance.
    Alles Gute wünscht dir Heike

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  27. Liebe Stella

    Ich kann ich den VorschreiberInnen nur anschliessen, ein grosses Hut ab vor deiner Disziplin und Ehrlichkeit mit dir selber und uns allen. Wirklich toll, was du geschafft hast und zwar mit meiner Meinung nach einer sehr gesunden Einstellung – du hörst auf deine Bedürfnisse, deinen Körper und treibst nichts in die Extreme. Deine überschüssige Haut ist übrigens wirklich kaum zu erkennen auf den Bildern, dein Badehosenfoto ist wirklich super 

    Das mit dem Sport kann ich übrigens nur unterschreiben. Ich habe mein Leben lang immer viel Sport gemacht und liebe es, meine oft überschüssige Energie abzubauen. Es tut so gut und ist wunderschön fit zu sein.

    Die Reaktionen der Anderen sind unerwartet und fremd, aber wie schon einige geschrieben haben, hat das bestimmt damit zu tun, dass du auch innerlich eine Veränderung durchmachst und sie dich erst einmal neu einordnen müssen. Und natürlich auch viel Neid, dass du die Disziplin hast, die wohl andere nicht haben (Diät als Aufmerksamkeitsfaktor!! hahahah). Aber das wird sich garantiert legen, in ein paar Monaten sind sich die Leute an deinen neuen Körper gewöhnt! Aber ich merke schon auch, dass mich so was beschäftigt. Z.B. hat eine sehr gute Freundin von mir unglaublich starke Selbstzweifel, auch auf ihren Körper bezogen. Null zufrieden. Und macht immer wieder Diäten (z.B. vor Bauchtanzauftritten oder so…). Da habe ich als Freundin dann schon Angst, dass sie es zu weit treibt bzw. teilweise wirklich ungesund lebt und z.B. mal einen Tag lang nichts isst und dann der Kreislauf fast abhaut. Das macht mir Angst und da reagiere ich als „Andere“ dann auch besorgt.

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  28. Liebe Stella, von ganzem Herzen gratuliere ich Dir zu Deinem Erfolg. Er zeigt was möglich ist mit der nötigen Disziplin und er zeigt Deine Willensstärke - das ist wirklich enorm. Ich denke Deine bewiesene Willensstärke und Disziplin ist es, die bei anderen für diese blöden Raktionen sorgen - die fühlen sich angegriffen durch Deinen Erfolg. wie heißt es so schön, Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten. Hör nicht auf andere, mach Dein Ding, letztlich weißt nur nur, was für Dich richtig ist. Ich finde Du siehst mit Deiner jetzigen Figur sehr großartig aus und durch die neue Frisur und die sportliche Kleidung geradezu jugendlich. LG Kuestensocke

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  29. Liebe Stella, vielen Dank für Deinen ehrlichen Bericht. Ich finde, Du kannst stolz auf Dich sein, denn Du hast eine gewaltige Leistung vollbracht. Mach nur das, was für Dich gut ist und nichts, was für die anderen gut ist.
    Ich habe festgestellt, dass ganz viele Menschen nicht darüber nachdenken, was sie sagen und wie sie es sagen. Menschen sind so. Vor etlichen Jahren wurde ich sehr krank, monatelang lag ich in irgendwelchen Kliniken. Ich musste mich mühsam ins Leben zurück kämpfen, musste damit klar kommen, dass meine Familie wohl ein Leben lang Angst um mich haben muss. Wir haben das gemeistert.
    Nur eines will ich noch erzählen. Ich war also lange krank und irgendwann war ich eingeladen und saß im Kreise vieler Frauen. Man war lustig und lachte. Bis mir eine Frau sagen musste, dass mein Mann sicherlich ein armer Kerl sei und nicht viel von mir als Frau hat. Männer hätten nunmal ihre Bedürfnisse und deshalb soll ich ihn zu ihr schicken. Das sei ein völlig wertfreies Angebot. Mir blieb die Luft weg und ich dachte: habe ich das gerade richtig verstanden? Ich habe meinen Mann angerufen, damit er mich abholt und habe die Anwesenheit dieser Frauen seitdem gemieden.
    Ich will nur sagen, es gibt nichts, was es nicht gibt und ich bin davon überzeugt, dass die meisten Menschen nicht darüber nachdenken, was sie da sagen.
    Geh Du Deinen Weg und zwar den, den Dir Dein Gefühl vorgibt. Dann ist das schon richtig.
    In diesem Sinne, ganz liebe Grüße und auf IG werde ich sehen, welche Fortschritte Du machst.
    Elisabeth

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  30. Ich bin tief beeindruckt, von dem, was Du seit geraumer Zeit so ehrlich beschreibst, Deiner Energie, Deinem neuen Erscheinungsbild ( nein, da ist nicht so viel Haut zuviel beim Badeanzugfoto!!!),und ich freue mich total dass Du den Kreislauf Essen, Schlafen, Schmerzen durchbrochen hast.
    "Die Anderen" machen mich allerdings völlig ratlos... Soviel Neid, Unverständnis und null Gefühl für Andere...
    Ich wünsch Dir, dass Du Deinen Weg trotzdem beharrlich und glücklich weitergehst!
    liebe Grüße Dodo

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  31. Hallo Stella,
    Du kannst sehr stolz auf Dich sein,dass Du es geschafft hast, so konsequent Deine Ernährung umzustellen bzw auf sie zu achten und dadurch gesünder zu werden.
    Bezüglich der Haut: Also, ich finde, dass es nach einer so gewaltigen Abnahme auf den Badeanzugfotos sehr, sehr gut aussieht und gar nicht so, wie Du es scheinbar empfindest. Das hätte ich mir ganz anders (deutlich "schlimmer") vorgestellt. Also wirklich. Hoffentlich schaffe ich auch so etwas in der Art, habe ca im März 2016 die Ernährung wg starker Rheumaschübe auf vegan umgestellt und kann mich seither wieder bewegen/Sport treiben. Weiterhin alles Gute für Dich. Gruss, Michelle

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  32. Hallo Stella,
    Du kannst sehr stolz auf Dich sein,dass Du es geschafft hast, so konsequent Deine Ernährung umzustellen bzw auf sie zu achten und dadurch gesünder zu werden.
    Bezüglich der Haut: Also, ich finde, dass es nach einer so gewaltigen Abnahme auf den Badeanzugfotos sehr, sehr gut aussieht und gar nicht so, wie Du es scheinbar empfindest. Das hätte ich mir ganz anders (deutlich "schlimmer") vorgestellt. Also wirklich. Hoffentlich schaffe ich auch so etwas in der Art, habe ca im März 2016 die Ernährung wg starker Rheumaschübe auf vegan umgestellt und kann mich seither wieder bewegen/Sport treiben. Weiterhin alles Gute für Dich. Gruss, Michelle

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