Donnerstag, 18. Februar 2016

Fettlogik,ein Outing und der ganze Rest (inklusive Triggerwarnung )


Achtung, neuerdings muss man ja die Leute warnen, wenn sie was Kritisches Lesen..
deshalb TRIGGERWARNUNG ! Wer nichts zum Thema Diät lesen möchte sucht sich ein neues Thema Hier....

Also, ich oute mich.
Nachdem ich schon eine Weile einen Geheim.blog betreibe, weil ich selbst nicht glauben kann was da gerade mit mir passiert, wollte ich das erst mal für mich behalten, beziehungsweise den Kreis der da lesen kann sehr klein halten. Frau weiss ja was so passieren kann wenn man etwas verändern möchte, an sich...Sabotage, allüberall....
Aber ich bin von mehreren Stellen endeckt worden, und mittlerweile läßt es sich auch nicht mehr geheim halten, es ist zu offensichtlich.
ich habe ordentlich abgenommen, und werde es auch weiterhin tun...

warum ich das so geheim halten wollte ? Beziehungsweise nicht soo öffentlich halten wollte, werden sich jetzt einige Fragen. Erstens wollte ich erstmal nicht  so rausrücken damit, weil ich doch zweifelte...So einfach sollte es sein ? 

Wenn man groß rumflötet, und alle informiert das man jetzt was verändern will passiert meist :
GAR NIX.
Das ist wie zu Sylvester , an dem man großherzig rumtönt, ab Neujahr nicht mehr zu rauchen, und um 0.01 schon die erste Zigarette des Jahres inhaliert...

Deshalb habe ich meine Gedanken, die noch recht spärlich waren, festgehalten in einem Wochentagebuch. Dieses Tagebuch, darüber habe ich jetzt eine Weile genug nachgedacht, werde ich auch hier veröffentlichen. Diese Geheimniskrämerei zeigt mir zudem auch, was für ein besetztes Thema Abnehmen ist. Denn wenn man sich dazu äußert, gibt es 2 Lager. Die, die zufrieden mit sich sind, äußern sich nicht.
Die die unzufrieden sind , und das sind eine Menge, spielen sich als Gesundheitspolizei auf.
Das finde ich anstrengend,und ich habe auch kleinere Scharmützel in der virtuellen Welt gehabt, aufgrund der offensichtlichen Verlassenwollens des Kreises der Übergewichtigen.
Ich habe gelernt, nichts ist so aggressiv wie Fat-Acceptance Befürworter und angebliche Feministinnen....
Aber das ist ja auch ein Extra-Thema.... 

Viele Dinge sind mir nach lesen des Buches klargeworden, unter anderem :
Dinge die mal normal waren, haben sich verändert. 
Das mag zum Teil auch eine kollektive Strömung sein. 
Früher gab es andere Portionsgrössen. 
Bei Abendesseneinladungen gab es nur ein Hauptgericht, heute gibt es Vorspeisen,Nachspeisen und Zwischengänge, und alles ist ein großer Stress...
Es können weniger Leute kochen. Die regalauswahl in Supermärkten ist galaktisch. Glutenfrei,Laktosefrei, vegan, bio ,saisonal, fettfrei, low carb, schnickschnack.... alles Strömungen die die Sinne verwirren, und vom Normal Essen ablenken.

Ich habe jedenfalls  nicht mehr normal gegessen.
Ich habe Normalesser als Genussfeindlich und spiessig abgetan und müde belächelt und mir das Crossaint zwischen die Kiemen geschoben...
Andere Dicke wurden belächelt ...DIE , naja sooo fett bin ich ja nicht...Abnehmerfolge die nach kürzester Zeit zusammenschmolzen hämisch belächelt...tja war ja klar...
Dickenbashing geschieht oft unter Dicken. Und Dicksein ist individuell. Ob 5, 10 oder 40 Kilo Übergewicht ist in erster Linie rudimentär. Es geht ums Politische im Privaten. 

Als ich damals im Jahr 2008 beim Kardiologen saß, wegen einer erfolgreichen Herz-OP durch angeborenen Herzfehler, saß ein unglaublich dicker Mann neben mir. Mit transportablem Beatmungsgerät, und war zur Vorbesprechung seiner 5 Herz-OP.
Aber das war ja weit,weit weg von mir !

Soweit, muss ich heute sagen, war ich im November davon nicht mehr.Die Anzeichen häuften sich, das das auf Dauer nicht mehr gesund sein KANN.
Und gleichzeitig trudelten immer mehr Kataloge ins Haus, in denen es überhaupt kein Problem mehr war, etwas in Größe 52/54 zu bestellen.Was ich auf der einen Seite begrüße, machte mich doch etwas ratlos. 

Über das Buch bin ich eher so zufällig gestolpert, letztes Jahr im November.
Jetzt 21 kilo später, denke ich ich kann sagen : Jo, klappt.

Ich war zum damaligen Zeitpunkt, denke ich heute, schon auch reif für Veränderung.
Die Nächte wurden furchtbar, die Schmerzen in meiner Hüfte , die ich auf Ruinieren durch Weight-watchers im Jahr 2008 geschoben habe, unerträglich.
Schnittmuster aus der Burda brauchten umfassende Änderungen, und waren schlichtweg zu klein.
Treppensteigen ein arges Aber.Spaziergänge nur unter 1km und riesigem Protest.
Mein Mann ist  Leistungssportler,
die Schnittmenge des Alltags wurde geringer und geringer.
Und eigentlich bin ich schon ein beweglicher Mensch gewesen..zumindest geistig ;)))))
Ich habe auch damals realisiert das ich ziemlich in mich reinstopfe.Und gern auch heimlich.
Aber den Absprung hab ich irgendwie nicht geschafft.
Durch die WW Zeit war ich versaut von SETPOINT .Disziplin und Dauerstress und Dauersport.
Und quälen,viel quälen. 
Ich stagnierte 2008  auf 100 kilo, dachte das wäre mein Setpoint, trainierte noch ein halbes Jahr weiter (täglich ein 7km Lauf in 45min ) aß " Sattmacher" Lebensmittel, und blieb auf 100 kilo.
Nachdem das Knie ordentlich muckte, gab ich auf.





So in etwa sah das dann aus. Gebloggt hab ich damals noch ohne Kopf.
Übrigends ein Ottobre schnitt, in Größe 48 !

Danach, machte ich das was alle machen : arbeiten,Haushalt,Kinder, und hatte relativ plötzlich wenig Zeit zum drüber nachdenken wie das so ist mit meinem Essverhalten.
Die Zunahme ging schleichend von statten.Dinge wurden enger und enger, aber das schob ich auch oft auf die böse Kleidungsindustrie, die andere Etiketten einnäht....

Die Jahre vergingen , der Hunger wurde erstmal nicht spürbar mehr.
Bis letztes Jahr, als die körperlichen Einschränkungen doch so groß wurden das sie meinen Tagesablauf störten.
Asl ich im November das Buch in einem Rutsch durchgelesen hatte, und dieses Bild von mir beim MMM sah  hat es klick gemacht.





In dem Buch geht es weder um sagenumwobene Diätalgen, oder um bescheurte Regeln, die kein Mensch auf Dauer einhalten kann, sondern um grundlegene Überlegungen mit Studienuntermauerungen warum all diese Regeln die man im Laufe des Lebens zum Thema Gewicht ansammelt, sinnlos sind.
Hungerstoffwechsel, JoJo , psychisches Dicksein , und einer meiner Liebingssätze :
ich bin halt breit gebaut.
Alles Quark. Gibt es nicht. Ich las und las, und meine erste Reaktion wahr : Unglauben.
Einfaches Kalorienzählen ? Das geht ja garnicht...
Und dann hab ich mal gerechnet....was ich zur damaligen Zeit so gegessen habe...
ich bin auf durchnittlich 4000kal pro Tag gekommen.
Und wenn man den Bedarf dagegenrechnet, den man sich prima bei online rechnern ausrechnen lassen kann, kam da sehr deutlich weniger raus. Da wäre ich bei 2900kal pro Tag gewesen....
zur Gewichterhaltung...wohlgemerkt...
Und plötzlich fing mein Gehirn an zu arbeiten, es war wie ein Klick.

Schnöde Mathematik ! Blasphemie ! Das kann nicht sein !

Doch, genau das ist es.
Jetzt , heute um diese Uhrzeit, mit 21kilo  (äh seit heute morgen 22...) weniger seit November kann ich sagen. Ganz einfach.
Natürlich setzt es voraus, das man es ändern will.Natürlich kann man NICHT mehr gedankenlos alles verspeisen was auf den Tisch kommt. Man musss überlegen.
Wie am Monatsanfang mit dem Gehalt.Nach Abzug aller Kosten, was bleibt für was übrig ?

Seit November beobachte ich mich, und andere sehr genau . 
Und natürlich ist eine Reduzierung der Kalorienmenge anfangs mit Hunger indiziert.
Heute kann ich aber deutlicher denn je Appetit und Hunger unterscheiden.
Und ich muss keineswegs diesen Sachen SOFORT Abhilfe leisten.

Ich denke ich gehöre in die Kategorie Binge-eating. Das hab ich mir selbst rangezüchtet, das geb ich ganz klar zu.Angefangen hat es in der Pubertät, wie bei vielen....Und ich leide am nicht Nein sagen können.
In allen Bereichen. 
Das erfordert sehr viel Arbeit, sich Aspekte des Essverhaltens anzuschauen und genauer zu durchleuchten.Warum esse ich das jetzt, und wieviel...
 
Ich beobachte, wer isst wieviel ? Was essen sie ? Und auch ich werde beobachtet, bzw.die die es wissen das ich gerade Kalorienreduziert esse, beobachten mich mich mit Argusaugen...
Und all diese Bekehrungen...Fällt sie jetzt DOCH der Magerwahnindustrie zum Opfer ! Sie KONNTE sich also DOCH nie leiden....SIE ist ein FAT_ACCEPTANCE Gegner.

Leute geht nach Hause ! Wer , und das war schon immer mein Bestreben, Fat-Acceptance mit körperlichen Gebrechen, aufgrund des hohen Gewichtes wegwischen will, der hat Grundlegende Dinge zu Toleranz und Gesundheit nicht verstanden.
Und auch ich hab beim Betrachten der Bildchen im Netz auch oft gedacht :
Sorry, aber DAS ist nicht mehr gesund...

Was ebenfalls sehr befreiend ist, für mich als langjährig Diätversuchende ist , das ich alles essen kann und darf. Es gibt nicht verbotenes. Ich darf auch Pizza.
Aber halt nur eine pro Tag ;))
 Ich habe jedentag mein Budget, und das kann ich ausgeben.
Das mag am Anfang schwierig sein, und das war es bei mir auch, bis ich herausgefunden hab, und immernoch am Herausfinden bin. was ist jetzt günstig, und was eher nicht ? Süssgetränke gehen auf gar keinen Fall mehr.. ( Fanta ade....)Also ich könnte schon, aber da ess ich lieber was dafür..

Und ich habe keine Angst mehr. vor den bösen Kalorien. 
Und das hört sich blöd an, weil es für einige genau das Gegenteil zu sein scheint :
aber ich bin nicht mehr sooo beschäftigt mit Essen. Früher habe ich oft darüber nachgedacht, waas sich noch alles essbares im Haus befindet...Heute ist es mir fast wurscht.
Nur Tomaten, das muss schon dasein....

Fettlogik ist eine Schatzkiste voller Überraschungen, und sehr bereichernd.Ich bin sehr zufrieden wenn ich an dieses Buch denke. Es hat mich wahrhaft befreit, von lauter schwurbeligen Sachen die meine Sinne verwirren....Ich danke Dir herzlicht.Nadja, die auch einen wunderbaren Blog betreibt.

 

Und wer sich jetzt fragt . Ja und Wo willse denn nu hin ?
da sag ich : Ich weiss nicht.
Es gibt kein Kleidungsstück nach dem ich mich verzehre, und das ich mich erst traue ab einem bestimmten Gewicht zu tragen, so wie andere Diät-Blogs das favorisieren. Da hab ich jetzt 2 Abende drüber nachgedacht, nach dem ich einen Instagram post gefunden habe, mit eben diesem Inhalt.
Wenn ich das und das Gewicht habe, werde ich ENDLICH mal dieses oder jenes tragen...oder mich trauen...Diese Intention hege und teile ich nicht.Das ist mir fremd. Ich halte alles für tragbar. Es ist eine Einstellungssache.
Wenn dies aber jemand zur Motivation und zum Durchhalten animiert, dann bitte ! 
das ist ja auch eine persönliche Sache.

Irgendwann dieses Jahr bin ich unter Hundert. 
Und dann übe ich Handstand. Und kann vielleicht einarmig Liegestütze. Warscheinlich nur eine.
Aber das tät mir reichen !

Hier ist übrigends mein Geheim Blog.
Aber mein Tagebuch werde ich hier weiterschreiben.
Ohne explizite Triggerwarnung, dann aber...
 
 


 

Kommentare:

  1. Hut ab! Ich bewundere dich. Es ist vermutlich wahnsinnig schwer, alte Gewohnheiten abzulegen. Ich wünsche dir alles Gute und drücke die Daumen. LG Carola

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Dass du dir für das "Gestehen" deiner Ernährungsumstellung einen Ruck geben musstest, finde ich erschreckend. Obwohl ich früher als Dünne ja auch weiß, wer da alles seinen Senf zuzugeben hatte ...

    Im Grunde ist das immer schon ganz einfach gewesen: es war nie etwas anderes als Mathematik. Merke ich heute ja auch sehr schmerzhaft :-D

    Was auch immer du machen willst, Hauptsache, du fühlst dich wohl, bist gesund und glücklich. Punkt!

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  4. Ich wünsche Dir weiterhin viel Elan auf deinem neuen Lebensweg - Du schaffst das! Lass die anderen reden, denn nur DU weisst was richtig für Dich ist! Ich finde es Klasse das Du so offen bist! So sollte es sein - verstecken ist der falsche WEg. Lieben Gruß Patricia (stille MItleserin)

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  5. Hallo Stella,
    danke für deinen Mut darüber unter deinem Namen zu schreiben. Wünsch Dir viel Erfolg weiterhin.
    Lieber Gruß,
    Muriel

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  6. Liebe Stella,

    toller Text und die Art, wie du es angehst, passt zu dir. Ich wünsche die einfach weiter Lebens- und Genußlust!

    Liebe Grüße
    Sabine

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  7. Du kannst sehr stolz sein darauf, was Du schon geschafft hast. Und damit meine ich nicht nur den messbaren Erfolg auf der Waage und mit dem Maßband, sondern die Veränderung beginnt im Kopf, anderes Denken, anderes Fühlen, neue Gewohnheiten. Das ist doch der Dreh- und Angelpunkt.
    Ich habe auch oft das Gefühl, dass man sich rechtfertigen muss, dafür, dass man sich als dicke Frau (egal, wie dick!) nicht wohl in seinem Körper fühlt. Und nein, das liegt nicht nur an geltenden Normen und Schönheitsidealen, sondern ganz objektiv daran, dass frau der Bauch im Weg ist, beim Schuhe zu binden, dass frau sich die Oberschenkel ohne Strumpfhose in Röcken wundscheuert oder ganz profan gesundheitliche Beschwerden hat oder diese befürchtet.
    Ein weites Feld ist das....

    LG Luzie

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  8. Sehr toll geschrieben! Ersteinmal finde ich es toll, DASS du es hier schreibst und das Thema mit uns teilst (denn hier kannst du dir den Kreis der Leser ja nicht mehr aussuchen). Aber die Art und Weise wie du schreibst mag ich eh. Gestern hab ich deinen MMM Beitrag kommentiert und fühle mich heute dabei ertappt, dass ich dir da eigentlich gestern schon sagen wollte wie gut du aussiehst und dass man definitiv sieht, dass da anscheinend eine Veränderung statt findet. Aber dieses Kompliment hätte ja vielleicht schon zu persönlich sein können, weil du eigentlich gar nicht drauf angesprochen werden möchtest. Man wägt also ab wie nah man jemandem mit einem Kompliment kommen darf, weil das evtl auch sagen könnte "sah ich vorher etwa nicht gut aus?" In diesem einen kritischen Thema stecken ja so viele schwierige Unterthemen. Zum Beispiel wenn ich dir sage wie gut ich dich verstehen kann und wie viele Parallelen ich beim lesen der Essgewohnheiten gesehen hab. Aber hier fängt dann eben die Frage an: ab wann darf man sich unwohl fühlen? Ab 80 Kilo? Ab 90? Erst Über 100? Und: andere würden froh sein, wenn sie meine Figur hätten? Aber da fragt dann niemand nach dem täglichen Kampf den niemand sieht, da heißt es dann "was kann die schon für Figurprobleme haben? Also Bitte!!" Kurzum: meine Bewunderung für den offenen Text und die Welt ist zwar voll mit Besserwissern, aber eben auch voll mit Zweiflern denen es ähnlich geht, egal ob man es ihnen zutraut oder ansieht
    Ich wünsche dir viele kleine Erfolge und hoffe man sieht sich auch bald mal wieder!
    Viele Grüße, Mel

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  9. Toll. Ich bin sprachlos, und freue mich sehr, dass du einen Weg gefunden hast, der für dich richtig ist. Alles Gute dafür!

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  10. Genauso mache ich es jetzt auch. Ab 18.00 Uhr nichts mehr essen oder nur 3 Mahlzeiten mit mindestens 5 Stunden Essenspause, muss nicht. Es kommt auf die Menge der Energie an; die man braucht. Es darf dann auch mal der Schokoriegel sein, der wird dann einfach Kalorienmössig mit eingerechnet. Ich habe den gleichen Tagesbedarf wie du und nehme jetzt 900 Kalorien weniger zu mir. Satt bin ich auf jeden Fall. Mal schauen wie es läuft. Wünsche Dir auf jeden Fall weiterhin noch viel Erfolg. Ich werde Deinen Blog weiterhin interessiert verfolgen :-))
    Einen schönen Tag noch und liebe Grüße
    Ute

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  11. Toll Stella! Schön, dass du uns teilhaben lässt. Ich bin sehr beeindruckt.
    GlG Dana

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  12. Ich kann Dir sehr gut nachfühlen. Ich habe 2011 beschlossen, dass ich es so nicht mehr haben will. Daraufhin habe ich mit WW dann tatsächlich knappe 40 Kilo (heute sind es noch 35 Kilo) abgenommen. Irgendwann war es nur noch stress und ich habe beschlossen: Schlank werde ich nie, aber da wo ich jetzt bin, ja das kann ich halten und versuche es jeden Tag. Ich verbiete mir nichts aber wenn ich mir etwas gönne, dann ist es auch wirklich Gönnen und Genuss. Ich denke, Du wirst Deinen Weg gehen, was ich so bei Dir lese, scheinst Du durchaus eine durchsetzungsfähige Frau zu sein.
    Und eines möchte ich auch erwähnen, ich finde Dich toll (aus der Ferne, heimlich) egal in welcher Körperform!

    SCHACKA!

    Solidarische und herzlichste Grüße

    Juka

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  13. Heute Mittag habe ich EIGENTLICH gar keine Zeit gehabt, aber deinen Post trotzdem ganz schnell-schnell in mich aufgesaugt, weil ich das Thema so toll finde.
    Ich hab einiges davon wiedererkannt, was ich auch so erlebe. Z.B. das Lernen, Hunger und Appetit zu unterscheiden. oder das Beobachten von mir und anderen und dauernd gehen neue Lichter auf.
    Wie pervers es eigentlich ist, was als normal (in Sachen Gewicht oder Portionsgrösse) empfunden wird und wie sehr man sich selbst schleichend daran gewöhnt.
    Du benutzt auch den Ausdruck "befreit" - ja, genau das ist es, was ich auch erlebe, Freiheit, Selbstbestimmung.
    Danke für deinen Text und GO-GO-GO!!!

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  14. Bravo ... obwohl ich alles 3x muss lesen um alles zu verstehen kann ich Dich nur bewundern. Du wirst es schaffen. Gruesse aus Belgien.

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  15. Liebe Stella, ganz toll geschrieben! Mach das, was dir gut tut und lass die Leute im Zweifel reden... Mich hast du sehr nachdenklich gemacht, ich gehöre zur Kategorie "jedes Jahr ein zwei Kilo mehr". WW hatte ich schon mal. Und jetzt auch wieder ein Höchstgewicht. Seit ich meine Kleidung selbst nähe, bin ich da weniger unzufrieden, sie passt ja. Aber wo soll die Reise eigentlich hingehen? Ich werde mir das Buch auf jeden Fall besorgen. Ich wünsche dir weiterhin so viel Erfolg, und ich finde dich sympathisch, egal ob ein paar Kilo mehr oder weniger. Liebe Grüße Isabell

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  16. applaus, applaus! das machst du wirklich toll.
    besonders der eintrag "leben und leben lassen" im "geheimblog" entspricht mir sehr (was soll die schöne fatacceptance, wenn der körper streikt?)
    ich wünsche dir alles gute und tapferes durchhalten,
    alles liebe!

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  17. Danke fürs Mit-teilen! Ich habe in der letzten Zeit immer wieder mal gedacht, dass du irgendwie verändert aussiehst. Das hört sich sehr authentisch an; ich wünsche dir weiterhin einen guten Weg für dich!
    Liebe Grüße,
    Luise

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  18. Hallo Stella,
    ich kann in jeder Beziehung nur zustimmen!! Gratuliere Dir zu Deinem Mut und Erfolg.
    Viele Grüße
    Katharina

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  19. Liebe Stella,

    finde ich ganz genau richtig so und auch ganz prima wie du das alles formulierst.
    Dann drücke ich die Daumen, dass du weiterhin ein gutes Gefühl für und mit deinem Körper entwickelst und die Lasten schwinden! Kann ich mir ja mal ein Vorbild nehmen, mir mangelt es nämlich an der Disziplin.
    Liebe Grüße,
    frifris

    PS: ich musste ja schon ein bisschen lachen, denn vor längerem hattest du ja schon mal das Buch bei twitter empfohlen und ich dachte nur "oh Mann, das ist bestimmt so ein fat acceptance" Buch, der Titel ist wahrlich so ein bisschen irreführend.

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  20. Liebe Stella, vielen Dank für deine Offenheit und dass du uns daran teilhaben lässt. Ein spannendes und sehr persönliches Thema. Ich habe das Buch nach deinem Posting sofort bestellt. Meine Diätkarriere ist lang. Schon immer kräftig gewesen, immer wieder versucht abzunehmen. Irgendwann Mitte 20 war ich es so leid und habe nur noch gegessen.Dann von über 90 auf 70 sehr entspannt und ohne Mühe mit Los Carb. Und dann alles verbaut indem ich mich auf unter 60 runterhungert habe. Da war ich magersüchtig, ich kann's nicht anders sagen. Und das Essen, es beherrscht meine Gedanken. Jeden Tag. Immer öfter Fressattacken. Und wenn ich meinen Freund nicht kennengelernt hätte, ich hätte mir sicher irgendwann doch erfolgreich den Finger in den Hals gesteckt. So kamen über die Jahre, wo ich die Süßigkeitenzufuhr ins Haus nicht mehr kontrollieren kann, Kilo um Kilo dazu. In der Theorie weißt ich alles übers Abnehmen und doch kann ich es nicht mehr. Will/kann mich mit 80 Kilo aber auch nicht akzeptieren. Ich bin ziemlich ratlos und sehr gespannt, ob die Denkanstöße im Buch auch bei mir fruchten können

    Danke für diesen Post! Und den Geheim-Blog, den ich mir zwischenzeitlich durchgelesen habe. Er trifft in vielerlei Hinsicht den Nagel auf den Kopf! Und vielleicht auch ein guter Weg, um die eigene Gefühlslage beim Abnehmen besser erfassen zu können.

    Fühle dich feste gedrückt
    Julia

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  21. Liebe Stella, vielen Dank für deine Offenheit und dass du uns daran teilhaben lässt. Ein spannendes und sehr persönliches Thema. Ich habe das Buch nach deinem Posting sofort bestellt. Meine Diätkarriere ist lang. Schon immer kräftig gewesen, immer wieder versucht abzunehmen. Irgendwann Mitte 20 war ich es so leid und habe nur noch gegessen.Dann von über 90 auf 70 sehr entspannt und ohne Mühe mit Los Carb. Und dann alles verbaut indem ich mich auf unter 60 runterhungert habe. Da war ich magersüchtig, ich kann's nicht anders sagen. Und das Essen, es beherrscht meine Gedanken. Jeden Tag. Immer öfter Fressattacken. Und wenn ich meinen Freund nicht kennengelernt hätte, ich hätte mir sicher irgendwann doch erfolgreich den Finger in den Hals gesteckt. So kamen über die Jahre, wo ich die Süßigkeitenzufuhr ins Haus nicht mehr kontrollieren kann, Kilo um Kilo dazu. In der Theorie weißt ich alles übers Abnehmen und doch kann ich es nicht mehr. Will/kann mich mit 80 Kilo aber auch nicht akzeptieren. Ich bin ziemlich ratlos und sehr gespannt, ob die Denkanstöße im Buch auch bei mir fruchten können

    Danke für diesen Post! Und den Geheim-Blog, den ich mir zwischenzeitlich durchgelesen habe. Er trifft in vielerlei Hinsicht den Nagel auf den Kopf! Und vielleicht auch ein guter Weg, um die eigene Gefühlslage beim Abnehmen besser erfassen zu können.

    Fühle dich feste gedrückt
    Julia

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  22. Liebe Stella,
    Ob es nun dieses Thema, Abnehmen,ist oder ein neues kompliziertes Strickmuster, oder besondere Herausforderungen beim Nähen oder in neuen besonderen Lebenssituationen kann ich nur dazu sagen Du beweist bei allem Rückgrat, Mut und Durchhaltevermögen. Grad als wolltest Du es genau wissen, wie man mit dem jeweiligen schwierigen Problem klar kommt. Als wäre es eine Art Sport Dinge anzugehen. Das inspiriert mich immer wieder und dafür bewundere ich Dich sehr! Da sage ich mir doch manchmal: Wie würde Stella das machen? Was würde Stella dazu sagen? Danke dafür!
    Deine Soni

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  23. Toller Artikel!Auch Dein Tagebuch hab ich grad geradezu verschlungen. Ich wünsche Dir weiter Erfolg auf der ganzen Linie, und damit meine ich nicht vorrangig das Abnehmen, sondern die Dinge, die es im Kopf freisetzt. Und dieses Gefühl, befreit zu sein. Ansonsten : " Lass die Leute reden..."( ein wunderbarer Text der Ärzte über die Anderen, die immer alles besser über einen wissen als man selbst).
    LG Dodo

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  24. Liebe Stella, wow, toller Blogpost!! Ich oute mich auch gleich, ich nehme auch gerade ab. Die Nach-Baby-Figur mochte ich einfach nicht mehr, im Januar war der Punkt gekommen dem zuleibe zudrücken!
    Und mir ging es ähnlich bei dem Gedanken, es im Blog zu schreiben, ich wollte keine Diskussion dazu entfachen... Naja, ich werde vielleicht doch irgendwann was dazu schreiben. Ich mache die Diät aus der Frauenzeitschrift mit dem B (auch das wäre wieder Diskussionsstoff...), die habe ich schon öfter gemacht und die Rezepte schmecken mir einfach sehr gut. Jetzt interessiert mich aber natürlich das von Dir (und Cat hat es ja auch) vorgestellte Buch auch, das werde ich auch bestellen. Prinzipiell finde ich abnehmen ja nicht besonders schwierig, wenn man mal drin ist hat man kaum noch Hunger und fühlt sich gut dabei, aber das Gewicht dauerhaft zu halten dafür umso mehr...
    Ich werde Deinen Weg gespannt weiter verfolgen, gut siehst Du jetzt schon aus!!
    LG, Katharina

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  25. Oh wow. Über welche Umwege bin ich jetzt hier gelandet? Weiß nicht. Toll. Mutig. Frei von der Leber weg. Du vertrittst deinen Standpunkt ganz klar, und das gefällt mir. Hast offenbar für Dich einen guten Weg gefunden. Wunderbar! Mein Mann hat seit November 20 Kilo abgenommen - und es war notwendig. Er war total unbeweglich geworden. Sah, wie schlecht es seinen Eltern (Mitte 70) gesundheitlich geht, vor allem auch durch Übergewicht, und sagte sich: So will ich mit 70 nicht aussehen. Er isst seitdem jeden zweiten Tag nichts, was im Endeffekt auch einfach auf Kalorienreduzierung hinausläuft und für ihn gut funktioniert. Und an den Essens-Tagen isst er inzwischen auch weniger und nur mehr, wenn er wirklich Hunger hat, und nicht unsinnig in sich hineinstopfend. Ich wünsch Dir, dass Du Deinen Weg gut weitergehen kannst - und weiterhin viel Erfolg! Liebe Grüße, Gabi

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