Freitag, 19. Dezember 2014

corded loops

 
angefixt durch viele bilder in verschiedenen büchern ( fashion vom tokio institue of fashion )
heftchen ( Threads )
und stöbern bei pinterest


blieb mein auge an solchen kunstvollen datails immer öfters hängen.
vorallem in der kriegs-und nachkriegszeit waren solche verzierungen sehr beliebt.
aus mangel an alternativen wurde aus jedem noch so kleinem rest dekorative details geschaffen
die die schlichtheit der modelle übertünchen sollte und optisch aufwerten.



und dann hab ich mir das da überlegt... so quasi als probier und übungsstück .
corded loops. die deutsche übersetzung heisst ? eingenähte kordel ? ich weiss es nicht.
oft wird diese technik für knopfverschlüsse benutzt. so schöne mit vielen loops und kleinen knöpfen... ganz herzallerliebst.


daszu braucht man eine kordel ( meine ist recht dick mit 2mm )
einen schrägstreifen , reißverschlußfuß und nadel und faden.




schrägstreifen um das band legen ( mittig ) und knappkantig mit dem reißverschlußfuß festnähen.
paspelfuß ist nicht zum empfehlen da das zu nah ist und oft die kordel getroffen wird, die kordel
soll aber frei beweglich im stoffstreifen laufen.


daneben wird ganz nah noch eine naht genäht, als sicherheitsnaht sozusagen.


  nahtzugabe knappkantig abschneiden. schön sauber bitte ! je sauberer umso besser ist das endergebnis !

  rechts die lange schnur, links die kürzere ( aber mindestens 20cm lang ! ) , dazwischen die eingenähte kordel.



mit einigen stichen das band auf der seite mit der langen schnur ( also rechts ! ) festnähen, so dass die kordel fixiert ist.bitte fest fixieren !  ich schneide den übrigen stoff bis zur fixierung ab, das erleichtert den nächsten arbeitsgang.


  die kordel ist frei beweglich !


und nun zieht man den stoff auf rechts.
man hebt die kurze seite der kordel und stülpt und schiebt den stoff über die fixierung auf die rechte seite des bandes.


 je dünner und feiner der stoff ist umso besser geht das ganze. mein recht fester gabardinetweed hat mich gestern eine stunde auf 60cm gekostet inklusive 2 blasen. ( eine am zeigefinger und eine am daumen vom schieben und drücken )
mit seide oder ähnlichem geht das in 10sec...


hier sieht man ein stück von der gelben fixierung nach dem beenden des wendens.
und das grüne band daunten hab ich noch mals zurückgeschoben das man alles besser erkennen kann.
 

 diese loops sind sehr schön, haptisch wie optisch.
auf die tasche hab ich sie mit winzigen stichen aufgenäht .





nicht perfekt. aber sehr hübsch finde ich. und eigentlich gefällt mir dieses nicht ganz perfekte.

wie so oft !
und wer die deutsche übersetzung weiß :
könnte sie ja in den kommentaren hinterlassen !

viel spaß beim nachmachen !

Kommentare:

  1. Toll! Und vielen Dank für die Anleitung. Ich hätte das ja banal als Paspel oder Stoff- kordel bezeichnet, aber ich bin auch keine Fachfrau. Wenn ich mal darüber stolpere, ergänze ich das.

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  2. Großartig! Danke für die Anleitung. Ich darf sie mit meinem Blog verlinken?
    In den alten Nähbüchern (z.B. in Kunder) müsste der Name zu finden sein. Ich schau nach wenn ich wieder zuhause bin und der Name noch nicht gefunden ist.
    Schöne Weihnachten Mema

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  3. Wunderbare Anleitung! Ich mag diese sorgfältig ausgearbeiteten Details an alten Schnitten auch sehr gern. In meinem Nachkriegsschneiderbuch gibt es "Schlauchtresse". Das Bild ist allerdings so klein, dass man nicht erkennt ob die aufgenähte Kordel ummantelt ist oder nicht. Der Name wüprde es aber nahelegen.
    Eine schöne Weihnachtszeit wünscht
    Malou

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