Dienstag, 14. Oktober 2008

der mond ist aufgegangen.....


der mond ist aufgegangen,
die goldnen sternlein prangen
am himmel hell und klar
der wald steht schwarz und schweiget
und aus den wiesen steiget
der weiße nebel wunderbar.


wie ist die welt so stille
und in der dämmrung hülle
so traurig und so hold
als eine stille kammer
wo ihr des tages jammer
verschlafen und vergessen sollt.

seht ihr den mond dort stehen
er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
so sind wohl manche sachen,die wir getrost belachen,
weil unsre augen sie nicht sehn.

wir stolzen menschenkinder,
sind eitel arme sünder
und wissen gar nicht viel
wir spinnen luftgespinste
und suchen viele künste
und kommen weiter von dem ziel.

so legt euch denn ihr brüder
in gottes namen nieder
kalt ist der abendhauch
verschon uns gott mit strafen
und laß uns ruhig schlafen
und unsern kranken nachbarn auch....


mathias claudius

Kommentare:

  1. danke liebe Stella für dieses schöne
    Gedicht,du hast mich damit ganz
    arg an meine Kindheit im
    Saarland erinnert.
    Ganz liebe Grüße,
    agnes

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  2. Ich kenne es auch als Lied.
    L.G.
    helga

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  3. Liebe Stelle,
    komme gerade so an Deinem wunderschönen Blog und Mond und M.Claudius vorbei spaziert und entdecke auch sonst noch so viel Schönes.....und ich freue mich immer über so tolle Neuentdeckungen!!!!
    Liebe Grüße,
    Iris

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  4. "Stella" natürlich, da waren meine Finger mal wieder zu schnell.....

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