Sonntag, 28. August 2016

Vorstellung und Wirklichkeit / girl friday von knitty



es hätte so schön sein können mit uns. ...
kuschelige einmummelabende im garten. schnell übergeworfen beim morgendlichen gartenrundgang..bequem und schön....
das muster girl friday von knitty...wir hätten echt dicke werden können !


natürlich ist es nicht ganz so geworden...vielleicht war ich abgelenkt...von der farbe oder von der hübschen jungen frau, die in dieser jacke lässig ausschaut...
und natürlich tue ich mir immer noch sehr schwer die richtige größe zu finden..nehm ich jetzt xl ? dann passen die Schultern nicht mehr..l scheint ausreichend..immerhin ist hier von deutlicher bequemlichkeitszugabe die rede im sehr ausführlichen muster...




Fakt ist...sie passt..aber sooo hab ich mir das nicht vorgestellt. vielleicht sollte ich sie mal im maschinenwaschgang waschen und in alle ecken ziehen ? das sie so wird ,wie ich mir das vorgestellt habe, weit und kuschelig..
natürlich ist sie tragbar, und warscheinlich wird es durchs tragen besser, aber so ganz überzeugt bin ich nicht...noch nicht..





auch der kragen ist nicht ganz so wie ich es mir dachte..ich habe ihn sage und schreibe 4 mal neugemacht...bis ich das mal irgendwie realisiert habe, das hat gedauert. dazu muss ich sagen das ich noch zuwenig von strickkonstruktion und verkürzten reihen und sonstigen kniffen und tricks beim stricken verstehe. das muster an sich hat auch mehrere anläufe gebraucht, wenn man es falsch strickt , ensteht ein merkwürdiges wabenmuster...auf raverly hab ich einige modelle gesehen, die dann gecancelt wurden, weil es eben mit dem muster nicht so klappte...insgesamt ist die anleitung der knitty recht übersichtlich. es war meine erste englischsprachige anleitung durch die ich mich durchgewurschtelt habe, immerhin...:))
es fehlen noch knöpfe und einige fäden sind noch zu vernähen. die wolle ist nepal von drops in petrol.

vielleicht stricke ich sie noch in rot und in xl.
oder ich warte noch die restlichen 7 kilo ab, dann wird sie vielleicht so, wie ich es mir passformtechnisch vorgestellt habe...;))

edit : beim nochmaligen schauen auf raverly hab ich gerade gesehen..die jacke ist für kurzgrößen...hahaha..wer lesen kann , ist immernoch klar im vorteil !

Sonntag, 7. August 2016

sommerloch



was passiert eigentlich hier so ?
eine ganze Menge, und deshalb ist die Zeit zum bloggen recht spärlich gesät...
oben seht ihr einen Seidenparka. Es fehlt eigentlich nur der Saum. Allerdings stellte sich im Nähprozess heraus, das ich irgendwie schneller bin als die fertige Größe des Mantels...Er ist definitiv viel zu groß...und deshalb bleibt der Saum wie er ist..ungenäht...Vielleicht nehm ich ihn mit auf die Annäherung und verschenke ihn ?
Ich habe auch noch ein paat Teile für die Urlaubsgarderobe genäht..die zeig ich bei Gelegenheit...


Unmengen von Holz hab ich transportiert und gestapelt...nicht die beste Jahreszeit...aber einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul...




mehrfach alte Fotos von mir bestaunt...unfassbar . Damals wie Heute....
Ich bin immer noch schwer beschäftigt, gedanklich wie körperlich...und habe heute morgen die 50 Kilomarke geknackt...


Es geht in den Urlaub. die Projekte sind gepackt, an einer Jacke stricke ich gerade den Kragen an, und ein Pulli ist auf die Nadeln gewandert...


Ich bin gespannt, ob ich Zeit und die richtige Temperatur zum stricken finde...
Ich wünsche euch sonnige Spätsommertage !
Wir lesen uns im September wieder...

und vergesst die Perseiden nicht !!

Dienstag, 19. Juli 2016

autuum palette/ me made Mittwoch im Juli


Ich mach auch mal wieder mit beim allseits beliebtem MeMadeMittwoch.
Und zwar in meiner Julia Hemdbluse.
Eigentlich ist das Schnittmuster aus der Ottobre und heisst Autuum Palette, aber da ich allerherzlichsten Besuch hatte von Julia, und beim gemeinsamen Nähkränzchen dieses Hemd nähte, heisst sie jetzt Juliabluse...



Der Stoff ist reine Seide mit einem Borderprint, und natürlich vom guten Otto, gekauft zu superduperspezialKonditionen....ein Kenzodruck...hauchdünn und superflutschig..
Und eigentlich ist es ein tieferes Blau, aber die Kamera war mal wieder falsch eingestellt.



Ein einfacher Hemdblusenschnitt ohne größere Schwierigkeiten, einzig und allein der Stoff war etwas komplizierter zu händeln. Und die falsche Einlage ist auch drin, das macht den Kragen und die Manschetten etwas hart, aber das ist jetzt halt so, meine Lieblingsvlieseline G785 war halt aus, ohne die bin ich ziemlich aufgeschmissen, ich benütze die bei fast allen meine Projekten, ich liebe sie...



Insgesamt ist sie auch etwas zu gross geraten, aber eine Hemdbluse darf gerne mal oversized sein. Insgesamt mache ich mir gerade auch im Größenbereich viele Gedanken , und auch zum Thema Kopfkleiderschrank. Gerade die Gespräche mit Julia am Wochenende haben einiges in meinem Kopf zum rotieren gebracht, aber dazu wird es in den nächsten Tagen einen Extra-Post geben.


Hier noch ein kleines Erinnerungsbild, hach wat war dat schön !
Und wir waren perfekt angezogen, ohne davon zu wissen !
Das nenne ich perfect matching in allen Bereichen !

Hier seht ihr heute was alle anderen Hobbyschneiderinnen so tragen und genäht haben ..
Und geniesst die Sonne, bevor es mal wieder regnet !

Mittwoch, 29. Juni 2016

fettlogik Zwischenstand aka Gastbeitrag

Nadja vom fettlogiküberwinden Blog hat mich angefragt ob ich bereit wäre einen Gastbeitrag zu schreiben, und da es eh schon wieder eine Wile her ist, das ich einen Statusbericht zum Thema Diät abgegeben habe, so dass sich vielleicht mancher schon hämisch frägt : ha ! Schon wieder zugenommen oder was ?
 mache ich heute mal ein sehr ausführliches update, eben auch im Bezug auf den Gastartikel. 

Vorgeschichte

Ich habe seit November letzten Jahres 40 Kilo + 
 abgenommen. Nach Lektüre von Ndjas Buch ist mir einiges klar geworden, und am heutigen Tage kann ich sagen, wird mir immer mehr klar.
Ich war kein dickes Kind, aber ich war ein sehr schwieriger Jugendlicher und habe angefangen mit 17 ordentlich zuzunehmen. Meine letzte Erinnerung ist eine Waage in Plochingen, das muss 1991 gewesen sein , mit 72 Kilo. 1997 , nach der Geburt meiner ersten Tochter mit 23 wog ich 144kilo.
dann wieder weniger, dann wieder mehr. 2007 begann ich bei den weight watchers, aber dank gemüse und Obst für umme, blieb ich monatelang auf den magischen 101kilo hängen. Wir wissen ja, das war mein Setpoint....;))
seit 3 Wochen wiege ich 92 Kilo. mal 100gramm , mehr mal 100gramm weniger.Aber dazu später mehr.
Als ich mit Kalorienzählen anfing, musste ich mir erstmal eine Körperwaage kaufen, bis die endlich kam, war ich schon 2 Wochen im Kalorienzählmodus, von dem her denke ich , das mein Ausgangsgewicht zwischen 136 und 138 Kilo gelegen haben muss.
Als ich mich am 17.November das erste mal , seit vielen Jahren wieder wog, zeigte die Waage 130 Kilo an.Da war ich schon schwer geschockt.Das war mehr als es zu WW Zeiten gewesen waren.

Als ich Bilder für diesen Beitrag kruschtel, fiel mir tatsächlich auf, wie ich all die Jahre kontinuierlich zunahm, allerdings ist der Prozess ja schleichend.
 Irgendwann passt die Lieblingshose nicht mehr, ist ja klar : Materialermüdung ! Alter Scheiss was die da heute einem verkaufen.
Oder die Grösse im Laden passt nicht mehr, man muss größer kaufen : die Körpernazis haben schon wieder die Größen enger gemacht !
Es waren die viele kleine Dinge, die sich all die Jahre ansammelten, und durch die Lektüre des fettlogik Buches , plötzlich aufploppten und Sinn ergaben. Die Plastikstühle die in jedem, Jedem ! Urlaub unter mir zusammenkrachten. Die Stühle in der Eisdiele, in die ich eh nicht reinpasste, Kinoreihen verbeischlängeln,Füsse die immer größer wurden, am Schluss war es Größe 44 die ich kaufen musste.
Ich war nicht belastbar, oft, sehr oft schlecht gelaunt und hatte mit einigen körperlichen Gebrechen zu kämpfen.Hüftschmerzen, Reflux in der Nacht, so dass ich mehrmals mit Kotzgeschmack aufwachte, und dachte ich müsse mich aus dem Schlaf weg erbrechen. Dauermüdigkeit ( Kohlenhydrate ! ) Treppensteigen, ein Alptraum, Kurzatmigkeit, Unbeweglichkeit.
Das mag nicht für jeden zutreffen der Übergwicht hat, aber für mich war es so.
( Ich schreibe hier übrigends über meine eigene Sicht der Welt, und keine Allgemeinplätze, nur zur Information ...)
Ich hatte sehr,sehr oft Blasenentzündungen, die ich nicht einordnen konnte.
Symptome. Alles Symptome für meine Fettleibigkeit, aber wie gesagt, ich habe lange die Augen verschlossen. Dann kamen mehrere Kleinstereignisse zusammen. Ich wurde 42, meine älteste Tochter zog aus und ein Hexenschuss der 2 Tage intravenös im Krankenhaus behandelt wurde, führten zu folgenden Ergebnissen :

A, ich werde alt, also wird alles nicht leichter,schöner und angehmer
B, ich kann jederzeit anfangen mit Enkeln turnen zu müssen
C, wenn nicht jetzt, bitte wann dann ?

 Lebensgewicht beim Badenixen sew along 2014 : warscheinlich 128 Kilo Größe 1,76m

Essen, essen, essen. Und immer auch viel Trinken...
Der Pulli ist Größe 54 und spannt. Schade um den schönen Stoff !
Das untere Bild, geschossen im November 2015 gab mir dann den mentalen Rest dazu, endlich durchzustarten. Ich musste schon eine Weile Schnittmuster ins unendliche vergrößern, aber wie gesagt, den Zusammenhang herzustellen, fiel mir nicht leicht.Zu gefangen war ich in meinem Kreislauf aus Essen, Schlafen, Schmerzen und von vorne.
Angefangen habe ich dann erstmal damit zu tracken was ich so täglich esse. Da war natürlich viel Müll ( CHips,Schokolade, viel verarbeitete Dinge )  dabei. 
Umgerechnet habe ich pro Tag mehr als 4000 Kalorien vertilgt, und zwar täglich.
Bei Beginn versuchte ich auf 800kal zu essen, aber das endete dann wirklich in Heulattacken und fürchterlichen Hungerkrämpfen. Nach 3 Tagen habe ich es eingesehen und bin 3 Monate auf 1500kal gelaufen. Das ging anfangs schwer, und mit zunehmender Beschäftigung mit Essen, Nahrung und Bestandteile immer besser. Für mich stand von Anfang an eine größere Beweglichkeit und eine bessere Fitness ebenso im Vordergrund wie das möglichste Vermeiden von ernährungsbedingten Erkrankungen. Deshalb fing ich relativ schon früh , im Dezember wieder mit Sport an. Eigentlich mag ich Sport. Ich bin jetzt kein Bewegungsjunkie, aber draussen bin ich recht gerne. Wird aber jeder Schritt zur Anstrengung, und ein kleiner Spaziergang zur unüberwindlichen Hürde, muss man halt wieder aufs Sofa...
Ich habe also meine alten Walking-Stöcke wieder rausgekramt, und bin gelaufen. Anfangs nur 2 Mal die Woche, im Frühjahr dann täglich.
Momentan esse ich auf 1200 Kalorien, und versuche so gut es geht täglich ca eine dreiviertel Stunde laufen. 2 Mal die Woche mache Muskelaufbau mit dem eigenen Körpergewicht, also so beliebte Schulstundenturnrunden wie Liegestütze, Sit ups, Kniebeugen und so...

da noch etwas spack, seit heute passt sie ganz genau, ich habs überprüft !
Hose schon wieder zu groß und eine neue Bluse

 Istzustand

Wie gesagt befinde ich mich in den letzten 2 Wochen eher irgendwie im Haltemodus, unter 92kilo geht nichts.Das mag am Regenwetter gelegen haben, das meinen Schweinehund, der mittlerweile auf fröhliche Chiuwahua- Größe geschrumpft war, wieder auf Bobtail-Größe ansteigen liess. Das mag diversen Grillevents zu verdanken sein. Schlussendlich bin ich selber Schuld, ich neige nämlich auch zu Schlamperei...Damit ist seit Freitag letzter Woche Schluss, seitdem bin ich wieder drin, und habe auch schon wieder ein halbes Kilo wettgemacht. 
Ich fühle mich ausgezeichnet, übrigends. Auch wenn andere anderes behaupten, aber dazu später mehr..
Ich bin fit wie ein Turnschuh. Früh wach, und nicht mehr so antriebslos und dauermüde. Ich kann es manchmal kaum auf dem Sofa aushalten, muss wieder aufstehen und irgendwas machen. Das ist ziemlich neu, das kenn ich so garnicht von mir..Ich bin fitter als mancher Kollege beim Arbeiten der dünner ist als ich. Das ist ein sehr schönes Gefühl, wenn alle nachdem Treppensteigen in den 3.Stock schnitzelfertig sind, und ich umherspringen kann wie eine junge Geiß im Frühling. Das befriedigt mich sehr, dieses Wissen, das auch der Sport mir einiges bringt. Wenn ich morgends meine Runde laufe, in der Frische des Morgends, klärt sich mein Kopfund mein Geist ist wie frischgewaschen für den Tag, ein sehr, sehr angenehmes Gefühl. Ich fühle mich Kraftvoll und aktiv.
Ich schlafe ausgezeichnet, habe seit November keine einzige Blasenentzündung mehr gehabt, und meine Hüftschmerzen sind fast vollständig genesen. Auch andere diverse Zipperlein sind garnicht mehr vorhanden. Knie und Rückenschmerzen zum Beispiel. 
Eine Freundin von mir behauptet, ich wäre viel ruhiger geworden. Nicht mehr so laut. Das mag zutreffen. Ich schiebe es auf den Zuckerkonsum. Studien sagen zwar, es gäbe keine Zuckerabhängigkeit, aber das bezweifel ich gründlich. Wenn ich anfange übermäßig Zucker zu essen, gehts es mir schlecht. Nicht nur gedanklich, weil ich wieder Kalorien in den Sand gesetzt habe, sondern auch Körperlich.. Für mich wird das als Droge abgelegt, und gut ist. Ab und zu mal ein Keks oder ein Stück Kuchen, fertig. Und wenn ich es einreissen lasse, spüre ich das spätestens daran, das ich dauernd Hungergefühle entwickle.

Prinzipiell esse ich alles. Ausser Schokolade, Chips, Butter, Nutella und Alkohol, ist alles auf meinem Speiseplan. Weissbrot versuche ich zu vermeiden, aber das liegt am Sättigungsgrad. Vollkorn macht einfach satter...Fisch esse ich übrigends auch nicht. Aber das ist eine andere Sache ...

Ein bisschen Gedanken macht mir die überschüssige Haut. Innenschenkel oder Oberarme haben doch deutlich Macken abbekommen nach 20 Jahren Fettleibigkeit. Ich versuche mit Sport gegenzuhalten, eine Operation käme für mich niemals nicht in Frage. Natürlich sieht es dann nicht so schön aus, das war ich aber vorher auch nicht, und werd ich nicht sein. der Gesundheitsaspekt geht bei mir vor... 
Ich füge hier nochmals meine alten und neuen Maße ein, denn wenn auch auf der Waage nichts geht...es geht trotzdem was.
 Oberweite alt 128 neu 105
Taille alt 113 neu 96
Hüfte alt 138 neu 113


Der neue Sommermantel in der mache


Neue Crosslaufschuhe. Die einzigste Investion in Sportgeräte
 Mein Kleiderschrank

tja, der Kleiderschrank.... Das ist ja auch mal so eine Sache... Da freut man sich das man abnimmt...und plötzlich hat man garnichts mehr zum anziehen...Das ist natürlich auch so ein Luxusproblem...Ich nähe das meiste meiner Garderobe mittlerweile selbst, und es ist schwierig bei grossem Kleiderdruck des brauchens und welche Größe passt mir zu nähen. Ich habe das nähen eine Zeitlang gegen Null gefahren, das war von Januar bis Ende April, weil ich wirklich nicht auf gut Glück irgendetwas fabrizieren wollte. Ich biss notgedrungen in den sauren Apfel und habe mir dann Ende Februar 2 Jeans gekauft. Die kann ich in die Tonne Kloppen, zu gross.
Ende April wurde es dann ganz düsterim Kleiderschrank  und bei Größe 48 in Burda fing ich wieder an zu produzieren, wenn auch verhalten. Die Größensysteme verschiedener Hersteller von Schnittmustern sind genauso nebulös wie beim Normalkauf, und deshalb immer etwas diffizil. Bei Burda bin ich jetzt bei Größe 44-46 angekommen ( wie geil ist das denn ??????) bei Ottobre ebenfalls. Die anderen Firmen habe ich noch nicht gemacht...
Was bleibt , ist trotzdem , wie lange weiss ich nicht, diese nebulöse dicke Identität von der alle immer sprechen. Lange, sehr lange habe ich überlegt, was bitteschön soll das sein ? Diese Dicke Identiät ? Das ich gewisse Sachen nicht machen kann ? Das mir das eh nicht steht ? Ich zu schwer bin ? Ich finde es immer noch schwer was das wohl für die Mehrheit bedeuten soll. Für mich bedeutet das, das ich regelmäßig falsch bin in meinen Annahmen. 
Letztens war da ein Stuhl. So einer wie ich früher gemieden hätte. Eingrenzt zwischen unbequemen Armlehnen. Aber ich wollte einfach hinsetzen. Und als ich saß , realisierte ich sehr, sehr langsam, das ich noch nicht mal in die Nähe der Armlehnen gerate...Seltsam. Ich merke das das manchmal echt krass ist mein Körperbild jetzt passt überhaupt nicht mehr in die alte Schablone. Es wird zwar etwas besser, bleibt aber immernoch superspannend. Manchmal klopf ich mir auf meine Schlüsselbeine.Nur um zu testen, ob das wirklich Knochen sind.
Meine Schuhe sind fast allesamt zu groß, beziehungsweise zu weit. Am Schluss mussste ich Gr. 44 kaufen, mittlerweile bin ich wieder bei einer flotten 42 angelangt. Gottseidank, hab ich nicht die Schuhe entsorgt.
Die Kleider übrigends schon. Für mich ist mittlerweile klar : DA will ich nicht mehr hin. Und auch der Nachhaltigkeitsgedanke zum Kleidungsstücke umarbeiten, konnte mich nicht davon abhalten mich von vielen Sachen zu trennen. Müllsack auf und weg damit.
Insgesamt fällt mir das leichter. Dieses Trennen von Umständen oder Dingen die mir nicht gut tun. Ich halte das für einen heilenden Nebeneffekt einer Diät. Ich kann besser, viel besser verzichten. Nicht nur auf Essen, das für mich auch oft ein Symptom eines verdeckten Gefühls war. Ich bin klarer in meinen Handlungen und Überlegungen. Dinge die mir nicht gut tun : Weg damit. Auch wenn es manchmal schmerzt.
Mein Kleiderschrank ist gerade sehr, sehr übersichtlich. Und dennoch wage ich mich an Neues. 
Fühlt sich gut an !


Mein neuer gekaufter Badeanzug und viel alte Haut !


                                                    Neuerdings mit weniger , aber dafür tieferem Hintern...


 ich und die anderen


alledings gibt es ja auch noch die Anderen... Die sich plötzlich sorgen...oder so ähnlich...
 Eine Diät ist eine sehr private Sache, finde ich . Die letzten Monate habe ich die Zeit die ich sonst mit Essen von verschiedenen Dingen verbracht habe, intensiv über mich nachgedacht. Ob das ein Nebeneffekt einer Diät ist, kann ich nicht pauschal beantworten, bei mir ist es so. Und ich habe auch nicht das Gefühl , das ich mit meinen Gedanken am ende bin. Ich habe festgestellt das ich ein Suchtcharakter bin. Ich neige zu Exzessen. Sei es beim Alkohl, beim rauchen, beim Essen. Schliesse ich eine Tür, geht eine andere Türe auf. Momentan bin ich beim Exzessiv- Stricken angelangt. Meine Hände und Gedanken sind beschäftigt, so kann ich nicht essen. Lerne ich neue Dinge, mache ich die ganze Leier exzessiv. Von bis gibt es kein Halten. Solange es sozialverträglich ist und mir oder anderen nicht schadet, halte ich so eine Erkenntnis für förderlich.
Mittlerweile ist aber diese kleine private Diät sehr deutlich sichtbar, und da kommt eine Komponente ins Spiel die mich kalt auf dem Fuss erwischt : Die Anderen.
Nadja hat es in ihrem Buch hier und da erwähnt, die Kommentare und die Speigelfunktionen von anderen und von aussen. Aber das es so krass sein würde, damit hatte und habe ich keinesfalls gerechnet.  Als ich fettleibig war, mit einem BMI von 44 und also morbid adipös war, und jeden Tag an einem Herzinfarkt ( das kann ich natürlich heute auch ! ) vorbeischrappte, interessierte es niemanden, wieviel oder was ich aß. Oft wurde nochmals aufgetragen, weil es mir doch so gut schmeckt ! Die Reaktionen mit denen ich heute zu kämpfen habe, beschäftigen mich sehr, mehr noch als mein Sportprogramm oder meine übrigen Kalorien. 
Es scheint, als können viele Menschen nicht damit umgehen , wenn man die " Peergroup" wechselt. Die schlimmsten Reaktionen habe ich aus der sogenannten " fat-acceptance" Bewegung erhalten, das hat mich nachhaltig verstört. Selten habe ich solchen eindimensionalen Scheibenmenschen getroffen die nicht nur rasstisch sondern auch völlig unreflektierbar auf fremdes Leid reagierten. Schlimm.
genauso schlimm wie alle Anderen die plötzlich Gesundheitsapostel sind und ungefragt Tipps oder Tricks oder sonstjedwelchen Scheiss an mich herantragen. Von Gemüse ! Gemüse macht Muskeln und Kartoffeln sind sooo Schlecht, über du brauchst mal eine Fastenkur, ich esse ja nach 15 Uhr garnichts mehr und Mädle pass bloss uff ! Magersucht ist eine tödliche Krankheit sind mannigfaltige Unverschämtheiten dabei. Eine junge Kollegin hat mir letztens vor versammelter Mannschaft unterstellt , das man solche Diäten ja auch nur macht um immer im Mittelpunkt zu stehen, und hat im 2 Atemzug erklärt , sie habe sich heute morgen schon wieder ein neues Loch in den Gürtel mchen müssen, sonst rutscht ihre neue Hose in Größe 32... Nachbar Z meckert meinen Mann an, ob er nichts rechtes mehr zum fressen auf den Tisch bringen könne, deine Frau sei so abgemagert...  Freunde, die mich schon eine Weile nicht mehr gesehen habe, schlagen sich die Hände vor den Mund und schreien in der Stadt . OH GOTT ! OH GOTT OH GOTT OH GOTT !
Um im nächstem Atemzug zu fragen wie ich das denn mache, und mir sofort wieder in Wort fallen, sobald ich auch nur ETWAS dazu sagen kann.
Schrecklich das ganze..DAS ist wirklich anstrengend, und ich finde es sehr befremdlich und sehr sehr seltsam. Warum nur sagt man das nie zu Dicken ? Vielleicht hätten mir solche Reaktionen damals schneller auf den Trichter geholfen ?  
Dicke Menschen in meinem Umfeld grüßen mich nicht mehr... 
Nachbarn bringen Restkuchen : nur ein Stück. Für deinen Mann . DU darfst ja nicht....nichtwahr ??

Niemals hätte ich mir das träumen lassen, was da gerade passiert. Ich habe , als ich Dick war, niemals body-shamende Reaktionen in solch einer Masse und solch einer Vehemenz erhalten, wie ich es jetzt seit gut 3 Monaten abbekomme. Das ist purer Rassismus. Körperrassismus. Plötzlich soll man Angaben zu Dingen machen, die denjenigen der sie Wissen will nicht im mindesten etwas angehen müsste, insbesondere mit dieser Information etwas anfangen möchte. Denn es nicht so, das diese Menschen die das äußern sich WIRKLICH dafür interessieren würden. Es ist vielmehr ein Vorwand um auf sich selbst zurückzulenken , um ja nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Und natürlich schreibe ich hier einen ÖFFENTLICHEN Beitrag darüber...aber den steuer ich, und nicht die Anderen....
Ich habe lange darüber nachgedacht, warum mir solche Reaktionen begegnen, und ich komme auf keinen grünen Zweig...Ich bleibe ratlos....Und deshalb, wenn mir jemand Bekanntes in der Stadt über den Weg läuft, der mich nicht erkennt...dann lass ich das. Da bleib ich lieber inkognito. Sorry.


Ziele

Viele fragen : Und was ist dein Ziel ( hechel,hechel...????)
Ich hab keins. 80 kilo wären prima. 82 aber auch. Weit weg von 100, ist ein Ziel.
Ansonsten habe ich das Ziel, fit zu werden und zu bleiben. Ich habe viele Hobbys, denen möchte ich noch ein paar Jährchen frönen. Natürlich ist mir klar, das eine Diät nicht vor dem Sarg feit. Auch ich werde vielleicht krank, aber ich kann Begleiterscheinungen mindern. Eine meiner größten Ängste war Diabetes. Es gibt schlimmeres, i know. Aber selbstverschuldet sollte man da nicht unbedingt hereingeraten. Ich habe 3 Kinder, ergo vielleicht mal Enkelkinder. Ich habe Lust mit denen Quatsch zu machen und nicht zu sagen : Oma kann nicht mit, weil die kann nicht mehr so gut laufen.... Das mag für viele lächerliche Gründe sein, für mich sind sie schlüssig.
Sich bewusst und aktiv auf den Tag freuen in der tiefen Gewissheit ihn auch gut zu bewältigen zu können ist ein sehr gutes Gefühl.
Morgends laufen zu gehen, wenn all noch in den Federn stracken, und zu denken : Freunde ist das herrlich hier draussen, erfüllt mich gerade täglich von neuem mit Freude. 
 

Montag, 6. Juni 2016

campus galli


wer hier schon eine Weile mitliest, weiß ja das wir eine starke Affinität zu Freilichtmuseen hegen.
Nicht nur ist man an der frischen Luft und die Kinder haben Platz und Auslauf, sondern kann auch viele Eindrücke und Wissenswertes aus alten Zeiten mitnehmen.
Mittlerweile gehen eigentlich die Kinder nicht mehr mit, oder nur unter grossem Protest, aber hinterher muss man doch zugeben : eigentlich war es ganz interessant...:))

Vom campus galli hatten wir schon öfters gehört. Eine mittelalterliche Klosterstadt soll das werden , nur mit Hilfmitteln und Wissen aus dem Mittelalter erbaut. Da das bei uns relativ nah ist, gab es auch immerwieder einzelne kleine Meldungen hier in der Presse. Und als wir letztens durch Zufall die Dokumentaion im Fernsehen sahen, war klar, da fahren wir hin.


Als wir die erste Station erreichten , dachte ich schon : auwei , Freaks im Wald.
Nicht sehr gesprächig und überaus mürrisch  hämmerten die 2 Herren aud Holz herum...
das kann ja heiter werden, mit solchen Leutchen...


Das ganze Projekt wird aus Fördermitteln von verschiedenen Töpfen finanziert, und mittlerweile so wie man hört, trägt es sich durch die vermehrten Besucherzahlen fast selbst und gibt mehr Freiraum.
Es gibt eine Anzahl festangestellter Mitarbeiter die morgends in die Mittelalterliche Gewandung schlüpfen und den Tag über die Vielzähligen Arbeiten übernehmen, die anstehen. Ganz so wie es im Mittelalter wohl war. Es wird nach alten Überlieferungen gearbeitet, nach Recherchen und eigenem Gutdünken. Aber halt ausschliesslich von Hand.
Einige dort kommen nur am Wochenende um mitzuhelfen, und andere studieren Archäologie und erkunden den Aufbau eines mittelalterlichen Brennofens im Selbstversuch. Leider war ich dann im Verlauf des Rundganges von so manchem so fasziniert, das ich regelmäßiges Knipsen vergaß....
Die Studies waren sehr motiviert und standen in Gewandung knietief im Morast und gruben und fächerten Feuer an, das war eine wahre Freude denen zuzusschauen....

Oben auf dem Bild sieht man 2 Freiwillige , die just an dem Tag dort angefangen haben zu arbeiten. Sie richten die Dachlatten aus, für die Kirche im Bild unten zu sehen. Vater und Tochter wie ich vermute, verbringen dort ihren Urlaub. Und helfen für 2 Wochen unentgeltlich dort aus...Es war 4 Uhr und die beiden hatten schon ordentlich Blasen an den Händen von den Zieheisen, mit denen die Latten begradigt werden, aber sie waren sehr zufrieden...

Stück für Stück geht es hier auf dem ganzen Areal vorwärts, am Tag werden zwischen 6-8 Dachlatten gearbeitet...


Hier ist der Schleifplatz für das Werkzeug zum Kirchenbau. Gottseidank war es an diesem TAg trocken..

Alle Unterstände sind selbstgebaut nach den damaligen Vorgehensweisen. Das ist echt eine Menge arbeit.... Beim Schmied wurde alles neugebaut, denn beim ersten Bau , wie uns erzählt wurde, war man nicht sorgfältig genug, und so ist alles undicht und modrig geworden, und musste im Dezember schon wieder abgerissen werden. Seitdem waren sie am Neubau beschäftigt, das Grundgerüst stand, sie waren beim Dachdecken mit Rinde und Grassoden. Dieses Jahr kann der Schmied jedenfalls nicht schmieden, und alle Werkzeug-Neuanforderungen können nicht erledigt werden, weil vor Spätsommerende sind sie wohl nicht fertig...


Die Seilmacher waren sehr gesprächig und unterhaltsam, überhaupt ( bis auf die 2 Gesellen am Anfang ) waren alle sehr interessiert an einem Austausch , und haben sehr bereitwillig Fragen beantwortet. Es gibt einiges zum Ausprobieren, und man kann jederzeit mithelfen. Eine Frau aus einer Reisegruppe, legte flugs ihr Gepäck ab und half beim Aufbau einer Mauer welche aus mit Lehm,Stroh und Sand gemischten Pampe Weidenzäune bestrichen und festgeklopft wird...



Der Schindelmacher im Wald war auch sehr informativ. Und auch dort konnte man ausprobieren mit welchen Techniken früher gearbeitet wurde.


Von den Dächern war ich sehr beeindruckt. Jede Schindel bekommt ein Loch und einen Holznagel aus Haselnuss . Wenn man dies so betrachtet, und das umliegende Gelände, kann man sehr gut erfassen wie stark der Mensch damals schon in die Natur eingegriffen und sie verändert hat. Wahnsinn...

Textile Werkzeuge gab es in der Zeit der Karolinger wohl noch nicht soviel..
Holznadeln und Webstühle.
Ob zu dieser Zeit schon gefilzt wurde, konnte uns die Weberin nicht beantworten. Mein Hinweis auf Jurten und andere Völker beantwortete sie mit starken regionalen Unterschieden , und man wisse noch nicht ob in dieser Region zu dieser Zeit schon gefilzt wurde...Interessant das alles !




Schade, das ich so schlechte Bilder von dem Gewichtswebstuhl gemacht habe...unten hängen unzählige getöpferte Gewichte dran, die vordere Reihe mit schweren Kugeln , und die Hintere Reihe mit leichteren Ringen. Ein dreiläufiger Webstuhl, der sehr anstrengend aussieht. Jeder Arbeitsgang ist Handarbeit, das umlegen jeder Lage erfordert beide Hände. Pro Tag ensteht weniger als 2cm...


Hinten raus wurde die Zeit doch etwas knapp, und leider leider verbrachten wir mehr Zeit beim Holz als bei den 2 Textilstationen....
Die letzte Sation war die Färbe und Nähstation. Ausser weben und Nadelbinden gab es keine anderen Textilen Handwerke. Und Nadelbinden ist sehr, sehr freakig...
ich habe es mir in Endlosschleife vorführen lassen, aber sorry das dauert wohl mehr als paarmal zuschauen um diese komplizierte Schlaufenobenschlaufenuntenschnellgewickeltzackzackzack Technik zu erlernen....
Da erscheint mir Brettchenweben durchaus schneller, aber diese Technik kam ja auch erst später...

ha ! wie ich gerade lese, ist Brettchenweben beim Fürstengrab von Hochdorf nachgewiesen worden, also wäre das noch eventuell eine weitere Station die man ehrenamtlich betreuen könnte , jemand freiwillig hier ??

Stricken wurde übrigends sehr, sehr spät erfunden..

Insgesamt fand ich es höchst kurzweilig durch das Frühe Mittelalter zu streifen und es war sehr, sehr informativ. Wer sich mit alten Techniken und früheren Lebensweisen gerne beschäftigt ist hier am richtigen Platz.

Dienstag, 31. Mai 2016

resümee des me made may 16









endlich ist der laptop repariert, und ich kann noch pünktlich den memadeMay16 reüssieren...
(Danke lieber PAPA !)

Meine Aufgabe war, jeden Tag mindestens 1 selbergemachtes Kleidungsstück zu tragen. Das ist mir gelungen. Was mir nicht gelungen ist , täglich ein Bild zu machen. Zu spät, schlechtes Licht, beschissene Laune....
Es war toll, all den Frauen auf Instagram zu folgen, und die verschiedenen Kleidungsstile zu sehen, und die Orte an denen fotografiert wurde.. Es war ein bisschen wie im Dunkeln bei den Nachbarn durchs Fenster linsen- sehr spannend und sehr schön !
Ich nehme für meinen Teil mit, das ich weiter am Brot und Butter nähen bin. Der Monat Mai war von erhöhter Produktivität meinerseits gekennzeichnet, denn mittlerweile hat sich mein Kleiderschrank deutlich geschmälert...ich brauchte  und brauche neue Sachen. Ich habe 5 Shirts genäht, 3 Hemsblusen, 3 Blusen, und 4 Hosen. Und noch einige T-Shirts...also quasi volleingekleidet....
so schön ich bunte Drucke finde, so schlau bin ich geworden eine Grundfarbe die zu allem passt festgelegt zu haben : Marine...

Schnitte müssen bei mir meist überschaubar bleiben, wenn ich sie regelmässiger tragen will, mein Alltag hat nicht so spannende oder wichtige Anlässe zu denen ich superschick bekleidet sein müsste. Ich finde das sehr schön an anderen, halte mich aber dafür jetzt eher nicht so geeignet...zwischen Garten,Tieren und Wurstelarbeiten muss Platz für Geklecker und Händeabputzen bleiben...;)


Ich habe für mich ebenfalls gemerkt, 365 Kleidungsstücke brauche ich nicht und will ich nicht. Ich trage gerne mehrmals dasselbe, damit habe ich keine Probleme. Ich bin etwas aufgeschlossener in Kombinationsfreude, das liegt aber auch daran das mein Kleiderschrank sich so gut gefüllt hat....

Insgesamt war es eine sehr,sehr tolle Aktion und ich habe einige neue Styleideen gefunden.
Ich freue mich schon auf nächstes Jahr und bleibe sehr inspiriert zurück !

Donnerstag, 28. April 2016

Amtlich

Seit heute,  27 Wochen und 32 kilo später,
ist es amtlich bestätigt vom Arzt :
die Blutdrucktabletten kann ich weglassen.
Das ist ein grosser Moment für mich, und bestätigt mich in meinem Tun.
Auch wenn es manchmal hart ist, die Kontrolle nicht zu verlieren,  und bei Regen und Sturm mich selbst aus dem Haus zu jagen für meine eigene #walkingdaily Challenge.
Das ist es wert, jede Minute .
Und ich bin ein magischer UHU. (Unter Hundert ).
Das ich das erreiche , hätte ich niemals gedacht, zu stark waren die Gedanken an einen Setpoint,  den es tatsächlich nicht gibt.

Ich bin einen grossen Schritt weiter gekommen, in ein bewegtes und Schmerzfreies Leben.