Donnerstag, 20. August 2015

reisebericht mit wenig bildern tag 6 rossatz-tulln 50km


frühe radeln wir los ohne nenneswertes frühstück im bauch, denn wir konnten ja nichts einkaufen...

immerhin kommen wir sehr zügig voran, und können kurz vor tulln an einer radlerjause pause machen wo es speis und trank gibt..:)

unterwegs fallen uns massig autos auf es waren sicherlich an die hundert..

unglaublich viele angler...später erfuhren wir es war preisangeln...
unfassbar was die alles anschleppen  !!





tulln ist sehr hübsch. leider habe ich keine fotos...das finde ich schade, ehrlich !
in tulln wurde egon schiele geboren, hat hundertwasser ein schiff gebaut und die tullner gärten sind sicherlich sehenswert. ausserdem spürt man deutlich das es nur noch 30km bis wien sind, es sind sehr viele leute unterwegs und wird oft als sommerfrische benutzt, um dem heissen stadtleben zu entkommen..
wir haben unser zelt aufgeschlagen und sind zum badesee gepilgert, wir hunderte von anderen auch, denn es war wie die letzten tage sehr heiss.

am abend beschliessen wir nach tulln in die stadt zu radeln, weil wir haben ja nichts zu essen..auch der campingplatz der riesig ist, hat keinen laden der geöffnet hat (wtf ??)
tulln ist sehr putzig , und ganz auf tourismus ausgelegt. es gibt einen wundervollen marktplatz, hübsche innenhöfe und sehr pittoreske gebäude zu bestaunen.

und das schnitzel schmeckt hervorragend...
und nur noch 30km bis wien !

reisebericht mit wenig bilder tag 5 pöchlarn- rossatz 45km



gut gestärkt geht an am frühen morgen weiter. die donau wird nun richtig breit, und wir fahren ab jetzt immer rechtseitig schnurgerade.





in melk machen wir eine kurze pause, und da ist auch ziemlich die hölle los..schliesslich steht hier eine weltberühmte bibliothek die von massen besucht wird...
das ist uns zuviel und wir ziehen bald wieder los...






wir passieren mittlerweile die weltberühmte wachau.
und plötzlich gibt es zugänge zur donau, und zwar hunderte, und die donau lädt tatsächlich zum schwimmen ein ...



und zum burgenbauen !
nach einer ausgiebigen pause, radeln wir weiter zum zeltplatz...der erweist sich als gewirr von abgesperrten wiesenstücken, die sich mit privaten obstbaumwiesen abwechseln...
das kennen wir von zuhause am bodensee , auch dort wird dem nachbarn nicht ein cm geschenkt...

nach aufbau des zeltes, wollen wir unsere küchenbestände aufstocken...tja, pech gehabt ! denn samstags hat hier alles nur bis 12 uhr auf...und sonntags übrigends ganz zu.
kurzerhand beschliessen wir in einen heurigen zu gehen, denn es ist mittlerweile überall
" aus'gsteckt !"



nach einigem rätseln über den inhalt der karte, wird kurzer prozess gemacht und durcheinander bestellt...es war sehr, sehr lecker !
hunger ist einfach der beste koch !



und mit blick auf dürnstein, schmeckts noch besser !
wohl gesättigt und müde kriechen wir auf die matten, in dem bewusstsein das wien nur noch zwei tagesetappen  fern liegt !!

Dienstag, 18. August 2015

reisebericht mit wenig bildern tag 4 au-pöchlarn 80km


ahh, was für eine herrliche nacht ! schön kühl und angenehm ! wir sind früh wach , kochen kaffee und sehen nochmals iin die karte , oder schauen anderen beim packen zu.
wir dachten ja, dieser radweg sei voll von dauerradwanderen, aber das ist mitnichten so.
nur wenige radeln wirklich längere etappen durch, meist bleibt es bei 1-2 tagesetappen. und sehr viele radeln die unzähligen varianten die sich um den hauptweg herum mäandern. das gibt es burgen,märchen,wald,sagen und höhenwege aller art.
zum erfassen dieser ganzen wege bleibt bei unserer reisegeschwindigkeit wenig.

wir fahren sehr früh los, kurz vor halb acht.
und ziehen kilometer für kilometer auf einem recht schnurrgeraden deichradweg mit der donau rechts durch.
das rad läuft gut und die stimmung ist bestens.
nach 30km kommt grein. sie ist als gößerer ort verzeichnet und quer die donau.
mittlerweile ist wird pausenbereit und wir fahren nach grein hinein.
dort stellen wir fest, das die donau mittels radfähre überquert werden soll, die hoffnungslos überfüllt ist. knappe 20 räder passen drauf, und es stehen mindestens 60-70 radler an...
pralle sonne weit und breit, ein blick auf die karte, und wir beschliessen 3km zurück zur autobrücke zu fahren, die warterei sparen wir uns , und radeln lieber !
und ausserdem ist das ja dann auch die schattenseite !

also flugs weitergeradelt. kurz vor der brücke begegnet uns noch eine große gruppe spanischer jugendlicher die mit sack und pack wandern. wir sind alle entsetzt , und haben grosses mitleid , bei dieser hitze vollbepackt wandern zu müssen, da haben wir es doch auf dem rad viel schöner !!!

ich bin in hochstimmung denn in ein paar kilometern haben wir unsere tagesetappe geschafft, da dort der von uns anvisierte zeltplatz liegt. der radweg verläuft durch schattigen wald, die donau links und es gibt keine abkühlmöglichkeit da dort leitplanken sind, aber was solls !

wir fahren in willersbach ein, es liegt still und verlassen, ein paar verfallene häuschen und der
"gasthof zur blauen blunzen " hat schon bessere tage gesehen, aber da ist er unsere zeltplatz !

nur das hier ausgestorbene stille herrscht, gar keine zeltplätze vorhanden sind, und  nur festinstallierte wohnwagen weit und breit stehen...
ein etwas älterer östereicher in knappen schwarzen tanga erforscht was wir suchen, und gibt uns den rat im nächsten gasthaus am ende des dorfes nachzufragen....
es hat : geschlossen.

ratlosigkeit und hitze machen sich breit. ein blick auf die karte ergiebt das ybbs an der donau knappe 10km entfernt ist, gross genug aussieht für einen campingplatz aber keiner auf der karte verzeichnet ist....macht nichts . nach kurzer pause am wegesrand wo wir heftig mit hitze und wespen  kämpfen radeln wir etwas kraftloser weiter, es ist kurz vor 12....

in ybbs angekommen, liegt doch tatsächlich mal ein infopoint vor uns.
wir beschliessen nachzufragen. die freundliche junge frau macht uns darauf aufmerksam das es in ybbs keine zeltmöglichkeit gibt.
der nächste zeltplatz wäre in pöchlarn meisengasse 4.
auf nachfragen erfahre ich es würde ein zug in genau 10min dorthinfahren , immerhin habe ich keine lust mehr und pöchlarn ist noch weitere 25km entfernt. der sohn ist mittlerweile sehr genervt , ich auch... vielleicht eine schifffahrt zur abkühlung ??
man könne schiffahren, aber nur mittwoch und sonntags verkehre ein schiff das die grösseren städte an der donau anfährt...

mittlerweile ist die laune unterirdisch und ich rätsle was alle an diesem scheissradweg, der ja so easy und überall schiff und ausruhmöglichkeit hat , finden. das ist doch alles gelogen !!

mein mann frägt in größter ruhe die freundliche dame, ob es schwimmmöglichkeiten gebe, da bin ich schon fast am durchdrehen....

wir sollen in der ybbs baden, das sei ein super fluss, sehr klar und sauber, der wäre hier, da und dort und kreiselt mit ihrem stift im stadtplan den sie rausgezogen hat herum....

also, was bleibt übrig ? wir müssen weiterradeln, aber wir brauchen auch eine pause...
der mann nimmt die dinge in die hand , und fährt mit 2 überaus motzenden, schimpfenden und hungrigen radlern die kurz vor der totalverweigerung stehen, durch das strassengewirr von ybbs.
natürlich nicht ohne sich zu verfahren...was KEINE begeisterungsstürme auslöst !

aber da ist sie, die kleine saubere ybbs. und auch noch im schatten !
und tatsächlich , sie ist sehr klar und sauber und supererfrischend.

nach 4 stunden pause, treibt der mann an weiterzufahren...die begeisterung ist gering, aber was soll man machen ??

wir radeln also weiter, auf unseren campingplatz nach pöchlarn in der meisengasse, wie das fräulein sagte...
und es zieht sich...
oberhalb von unserem radweg fährt der zug und wir fahren durch ein neuangelegtes gewirr von radwegen...mittlerweile ist dann halb 7 und pöchlarn nicht in sicht..
 kurz nach sieben erreichen wir pöchlarn und fragen uns zum camping durch...
der angebene camping ist eine gottverlassenes naturfreundehaus mit zwei ratlosen engländern davor die sagen das sei für sie okay, auch wenn keiner kommt und aufschliesst..

wir suchen die meisengasse 4. und treffen auf ein sehr altes und gebücktes ehepaar in der meisengasse 4, die ihren garten giessen....na, da seids ihr folsch ! da htts kain camping !
davorne is der !
nein davorne ist nur das gottverlassene naturfreundehaus !

wir schauen nochmals auf die karte und sehen noch einen eingezeichneten camping am sporthafen.
beim anfahren ist der akku alle, und ich bin völlig am ende...

wir radeln noch 2km weiter und da erscheint ein kleines hinweisbildchen für einen camping...juhu !

allerdings ist das kein camping in dem sinne...sondern der ruderclub von pöchlarn der seinen garten und vereinshaus zum campen freigibt.

es ist ein traum. küche, bad, klo, alles vorhanden und ein staubtrockener rasen mit viel blättergraschel, da alle bäume das laub abwerfen, weil es so heiss ist.

mit uns sind noch 2 zelte vorhanden. ein paar das in regensburg losgeradelt ist, und 2 junge frauen die am ursprung gestartet sind und ans schwarze meer weiterradeln wollen...

wir sind froh das wir einen platz gefunden haben, kochen uns noch nudeln und schlafen traumlos.

ruderclub pöchlarn.
direkt an der donau

reisebericht mit wenig bildern tag 3


tag 3
ottensheim-au 40km


wie gestern bin ich früh wach. 5 uhr. die kühle morgends ist super angenehm, und an den instantkaffe gewöhnt man sich auch. mein hintern tut nicht ganz so weh wie befürchtet und wir reden noch eine weile mit der alleinradlerin die aus freiburg stammt und wien morgen schon erreichen will...(??!)

kurz vor halb neun sind wir wieder am treten. heute soll die etappe kürzer ausfallen, zur allgemeinen regeneration .
au heisst unser zielort.
wir fahren großflächig an linz vorbei, denn der hauptweg führt am anderen ufer entlang und umgeht so linz...
ich bin nicht traurig , ich habe eh  gerade keine lust auf stadtgetümmel.
heute ist es wieder sehr heiss, und ich merke die hitze schon recht früh in meinem gesicht..

ein radweg pfeilgerade an der donau ohne schatten tut sein übriges zur laune....
nach 15 km scheinen wir am ziel zu sein. laut karte sind wir am ausee, den muss man allerdings etwas suchen er liegt etwas abseits vom hauptweg..

plötzlich sind da überall autos die auf ein wärterhäuschen mit schranke zufahren...wir sind am ausee einem naherholungsgebiet der linzer.
als wir an der schranke nachfragen in hitze und autogetümmel heisst es jajja man könne hier campen.

die frau führt uns mit ihrem auto auf eine prallsonnige wiese neben autostellplätzen. direkt im nirgendwo. es ist gar kein campingplatz sondern einfach nur ein teilbereich der liegewiese des badesees...und ob die klos, die übrigends ohne stromanschluss sind nachts geöffnet sind ist fraglich. sie lässt sich von uns überrumpelten radlern 10€ in die hand drücken und fährt mit ihrem auto rauschend davon.

wir haben hunger. und mal wieder unterwegs nichts gefunden. das heisst einer muss was suchen gehen...ich bin schon grätig genug , so das wir zum kiosk laufen , und uns mit den vorhandenem speisenangebot zufrieden geben. ausserdem haben wir noch eine packung chips dabei.


der badesee ist recht annehmbar, und gerade richtig in dieser unseligen hitze, allerdings bin ich mit der zeltsituation sehr unzufrieden...
nach genauerem studieren der karte fällt auf, das wir am falschen camping sind.( ausserdem ist es ja eh kein richtiger campingplatz...! )
wir wollten nach au, nicht nach ausee !.

nach endlosen motivierungsgesprächen mit unserem sohn ( oh mann ! ich hab keinen bock mehr, ich will jetzt mal da bleiben !!!!!! )
packen wir gegen halb 5 unsere habseligkeiten und fahren nach au.
nach 10km radweg ,  fahren wir mit der kleinen radfähre nach mauthausen und  auf einem deichradweg ziehen wir kilometer für kilometer pfeilgerade durch...
.
 und kurz bevor der campingplatz kommt, die schranke ist schon in sicht..ist der akku alle  :))

au erweist sich als sehr schöner camping mit einem eigenen kleinen see, auf dem der sohn rudern und angeln kann.
die stimmung ist wieder in butter und das abendessen das wir uns abends noch einkaufen konnten passt auch...

au ist sehr angenehm, da es in einer mulde hinter dem damm liegt, das kühlt ein wenig besser, und es gibt auch einiges zu sehen, da dort allerhand los ist.
müde und und satt gehen wir zeitig ind bett.

camping au./ mauthausen
direkt an der donau.

reisebericht mit wenig bildern passau - wien tag 2

 tag 2
engelhartszell -ottensheim  60km

nach einer erstaunlich durchgeschlafenen nacht bin ich sehr früh wach. kurz nach fünf kochen wir schon kaffee..die rechte seite der donau ist noch im schatten, das dürfte sich aber in ca 2 stunden ändern...zum frühstück gibt es instant kaffee und nutella toast. ungetoastet versteht sich...
da ich weiss, das mein energiespeicher bei dieser hitze schnell leergeradelt sein wird, würge ich mir 2 toastbrote rein.
das wird sich noch als wegweisend erweisen....

                                            kraftwerk eberhartszell


nach nochmaligem bestaunen der karte fällt uns auf, das der donauradweg aus varianten besteht...
es gibt eine hauptroute und eine nebenroute die technisch etwas anstrengender ist, oder auf schnelligkeit ausgelegt ist..ah..
deshalb die strasse....immerwieder kreuzen sich hauptroute und variante. also können wir beruhigt losradeln wir stossen bei kilometer 15 der tagesetappe eh wieder auf die hauptroute.

deswegen war es vielleicht auch so ruhig und wir trafen auf niemand anderen....

ein eingeplantes morgendliches bad in der donau entfällt. in passau ist der inn zugelaufen, und der bringt ordentlich schlamm aus den alpen mit.die farbe lädt nicht ein zu baden .immerwieder kommen riesige lastkähne aus aller herren länder , es ist doch irgendwie wenig platz auf der donau....


ah..hallo hintern...wie schön ! immerhin ist heute alles deutlich besser verstaut auf dem rad, was die sitzqualität deutlich erhöht. ein schlechtgepacktes rad ist ein absolutes no-go .den rucksack habe ich ebenfalls aufgepackt, das ist eine wahnsinnserleichterung für die schultern.

und kurz vor acht radeln wir los.immer schön direkt AUF einer gut befahrenen autostrasse . angeschrieben für die nächsten 8 km. sehr nett sich direkt mit dem verkehr auf einer engen landstrasse auseinanderzusetzen, ach und zack schon wieder ein berg hoch....

nach ca 10 km wird es ruhiger und es geht richtung schlögener schlinge.
eigentlich hatte ich mir im vorfeld vorgenommen dort eine pause einzulegen und aufzusteigen zum aussichtspunkt um sie ganz genau von oben zu bestaunen.

unser weg ist jetzt direkt die hauptroute  und das merkt man plötzlich sehr deutlich..plöztlich tauchen auf dem nichts 30 radelnde italiener auf, rentnergruppen kreuzen den radweg , und ein gut besuchtes und belagertes hotel steht direkt am radweg...hoppla, was ist denn jetzt los ?
die donau macht echt ordentliche kurven und es ist alles voll mit booten, lastkähnen und sonstigen ruderern....
das ist uns deutlich zuviel, und wir legen etwas an tempo zu, um diesem irrenhaus zu entkommen.
gottseidank liegt unsere seite im schatten (noch ) so können wir in ruhe kilometer schinden....

immerwieder fällt mir das schild "nibelungenstrasse" auf, und während ich grüble merke ich garnicht wie weh mir alles tut.....

hopps..was ist denn das...mein rad wird plötzlich schwer...sehr schwer...
auweia ! der akku ist alle !
die herren radeln flugs weiter und entfernen sich ordentlich und zügig , und ich krieg meinen bock
kaum vom fleck...sofort stellt sich schlechte laune ein, und hitzegefühl..

die männer merken das ich weit abbleibe und kehren zurück zur ursachenforschung...
ich bin den tränen und der verzweiflung nahe, denn ich werde dieses fahrrad ohne antrieb keinen kilometer weit mehr treten können.
mein pragmatischer mann fängt mit einer gepäckumverteilungsaktion an, um einen gurt freizubekommen, der mich abschleppen soll.
ich hänge mich an seinen zerrgurt hin und trete jetzt wieder viel leichter.

dazu muss man sagen mein e-bike hat unbeladen ein gesamtgewicht von 29kg. mit gepäck knappe 45kg, die austarierung der gänge des rades sind an den motor angepasst..kurzum ohne motor dieses ding  auf längere strecken zu bewegen auf  ist für mich sportskanone ein ding der unmöglichkeit.

alls mein mann ordentlich schwung hat
( " wie ein zügle ! immer gleichmässig treten..wie ein zügle !!")
scheint es ganz gut zu klappen...das nächste zwischenziel liegt noch 10km entfernt....
der radweg ist mittlerweile gut befahren, und ich schäme mich leise wenn uns mal wieder radeltrupps überholen die kaum ihre blicke von uns abwenden können wei ich am seil hänge...

und da kommt mal wieder ein großes kraftwerk...das muss von den herren genauer in augenschein genommen werden, ich mache derweil pause am strassenrand.
eine etwas ältere frau auf dem rad hält an, und frägt mich ob hier der moselradweg weitergehe...
ich antworte lächelend das der main nicht weit sei, und das schon die richtige richtung ist....

es ist halb 2 und wir kommen in aschach an der donau an. dort finden wir direkt am radweg eine überaus freundliche bäckerei die mir strom zum aufladen des akkus zur verfügung stellt und wir schlafen alle erstmal wie die strassenkinder am schattigen ufer.
gestärkt und pausiert geht es um halb 5 wieder aufs rad. unser tagesziel ist ottensheim noch ca 15km entfernt, das wird zu schaffen sein..






                                            da hinten irgendwo liegt wien...

 
.wir verlassen das enge tal der römerstrasse und gelangen in die weite .
vorbei an endlosen rüben und bohnenfeldern ( " die rübenbauern von österreich grüssen !")
geht es zügig an der donau entlang. unterwegs finden wir ein badegebiet direkt am radweg gelegen , baggerseen bei feldkirchen. kurz mal reingesprungen und zack weiter aufs rad.

und wieder ein kraftwerk, wir bleiben stehen und schauen zu wie ein frachter die staustufe überquert und kommen mit einem mitarbeiter des kraftwerks ins gesprächs den wir intensiv befragen können wie das so funktioniert.
kurz vor knapp kommen wir an der seilfähre an die uns die donauseite wechseln lässt. die fähren fahren nur bis 19 uhr....

ein wenig müssen wir noch treten dann kommen wir nach tageskilometer von ca 65 auf unserem zeltplatz an.
es ist mittlerweile kurz vor acht, wir haben nichts zu essen aber der lidl in der nähe hat noch auf..
kurz vor neun grillen wir noch und unterhalten uns am feuer mit 2 dresdener familien die mit kleinen kindern radwandern , und treffen noch eine frau die am donauursprung gestartet ist und allein bis wien durchradelt.

ich schleppe mich mühselig auf meine isomatte und befürchte das ich nie wieder gerade laufen kann oder meine arme bewegen kann...

camping hofmühle.
etwas ab vom schuss von ottensheim.


Sonntag, 16. August 2015

reisebericht mit wenig bildern radwandern passau-wien tag 1


   etappe 1
passau-engelhardtszell 30km

  wir starten morgends mit dem auto gen passau.eingerechnet für die fahrt sind ca 4 stunden,
aber da haben wir die rechnung ohne den verkehr gemacht...
nach quälenden 5 ,5 stunden autobahn , sengender hitze und deutlichem hunger kommen wir in der mittagshitze in passau an.
im vorfeld hatten wir einige reiseführer gelesen, immer wieder google befragt, und lasen viel über
"europas schönste radstrecke "..
schnell noch an der tankstelle eine radwanderkarte gekauft, weil alles kein problem auf dem
"romantischem radweg ".

parken ergibt schon einige fragen.es gibt keine ausgewiesenen parkplätze die extra irgendwo reserviert sind, und nachfragen bei der ersten staustufe ergibt hier ist parkverbot....
bei einem etwas zwielichtigem autohändler in einem vorort von passau werden wir fündig, und gegen eine "parkgebühr " von 10€ dürfen wir unseren wagen abstellen.

"aber weischt du hier wird bald alles neu gemacht, wird beton und so..schtellst du wagen ganz hinten..."

naja wird schon...

unter größter hitze packen wir die sachen auf die räder, es dauert ein weilchen bis jeder den richtigen handgriff draufhat .
und dann geht es los...
nach dem 1. kilometer fange ich schon an zu zweifeln wie das wohl gehen soll..
es ist unglaublich heiss, der radweg beginnt gleich mal ohne schatten und geht zackig in die passauer altstadt hinein...an der ersten ampelüberquerung verfahren wir uns schon. ein freundlicher passauer der uns da gleich mal abfängt, weisst uns in die richtige richtung und zack sind wir mitten drin im getümmel aus japanern, chinesen und unglaublich vielen rentnern die alle die altstadt von passau entern.
ziemlich unübersichtlich und enervierend auf den ersten 5 kilometern.
und flott geht es gleich mal den berg hoch, was bei mir mit hunger und hitze KEINE begeisterungstürme hervorruft. die arme tun mir jetzt schon weh, der hintern noch viel mehr und der rucksack..geht mal garnicht !
die herren, die schon durch tägliches dauerradeln gestählt sind, und durch eine bodenseerundfahrt legen ein tempo vor das mich verzweifeln lässt...trotz e-bike....

und plötzlich sind wir im niemandsland.
linkerhand die donau und rechts von unserem radweg eine strasse.auf der ab und zu mal ein auto fährt.
ansonsten gähnende leere.
kein radfahrer, keine häuser. nur wir und die hitze.

langsam macht sich pausenstimmung breit.


laut allen reiseführern soll es ÜBERALL kleine nette gasthäuser, radstationen und fährschiffen geben , alles kein problem hier.
ich sehe davon nichts.nur hitze links die donau und die strasse...
nach gefühltem kilometer 3456 wird meine laune ganz schlecht.wirklich schlecht.
mir ist schlecht. ich habe hunger, durst weiss nicht in welches nirwana wir fahren und schaffe es sicherlich nie nach wien...
ah da kommt was..ein kleines dorf.
 faberhof
einwohnerzahl 3 . und davon warscheinlich die hälfte im urlaub...
kein gasthof, keine bank, kein schatten.

ah..da kommt ein gasthof...ach nein der hat zu...
nach weitern 3 km der vielleicht ? nein der ist verfallen...
und der ? auch zu...

aber da ! um halb drei finden wir tatsächlich was da auf hat  ....

nur gibt es dort gar keine radler...komisch...aber egal es wird gegessen und getrunken, und aufs klo gegangen und die karte nochmals studiert..wir sind schon richtig...
nach ca 1 stunde gehts weiter.

links die donau rechts neben dem radweg die strasse. aber jetzt kommt schatten dazu.

kurz vor 18 uhr kommen wir am etappenziel an.
engelhartszell. der campingplatz liegt direkt an der donau und hat ein kleines schwimmbad dabei.
schnell noch im kleinen spar der um punkt 18 uhr schliesst eingekauft. ansonsten gibt es hier nicht viel zu sehen. in der jugendherberge sind flüchlinge untergebracht, und ansonsten gibt es nichts .
das einzige gasthaus das wir finden hat : geschlossen.

wir melden uns an, das zelt wird aufgebaut und wir gehen schnell noch in den pool. aber eigentlich will ich ganz schnell nachhause...;)

ich hatte mir etwas zum handnähen eingepackt..romantische vorstellungen von pittoresken ruhepausen in denen ich selbstvergessen handnähe erweisen sich als lächerlicher trugschluss.
meine handgelenke tun so weh das meine hände zittern....
nach spagetthie und einem radler krieche ich auf die aufblasbare isomatte und frage mich wie ich diesen komfort auch noch aushalten soll und weine mich beinah in den schlaf....

camping engelhartszell
direkt an der donau.
              

Sonntag, 9. August 2015

Stoffwechsel Finale



Das Finale des SToffwechsels steht an : und et voila isch abe fertig !




Geworden ist es ein




Eigentlich wollte ich mir ganz die Oakridge nähen, aber aufgrund von Anpassungen die nötig gewesen wären, dachte ich mir mach ich einfach einen Schluppenkragen dran, an meinen schon mehrmals bewährten Schnitt, warum was Neues ausprobieren mit solch einem Schätzchen, wenn das Gute schon vorhanden ist ?


DAs Einzige was mich etwas traurig stimmte, ist die Ärmellänge..der Stoff hat nicht gereicht für lange Ärmel, jetzt hat sie halt Kurze...macht nix, es ist schließlich Sommer !!
Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und es trägt sich supertoll diese wunderbare Viskose !

Ich danke meiner Stoffpatin nochmals von Herzen, auch wenn ich immer noch rätsle wer es wohl sein könnte....

Alle Stoffwechsler findet ihr heute Hier !