Mittwoch, 17. Dezember 2014

me made im Dezember


Willkommen zum letzten me made Mittwoch für das Jahr 2014 !
Heute mit einer Probebluse nach dem Schnitt von McCalls 6649.




McCalls fällt bei mir immer ein weng knapp aus. Deshalb habe ich 2 Probeblusen aus bettwäsche genäht um den Passformschwierigkeiten zu begegnen. Nach Originalschnitt waren die Arme absolut nicht hochzubekommen und die schulter saß nicht am richtigen Punkt.
Das habe ich geändert und dann passte alles.
Nichtsdestotrotz sitzt sie ziemlich knackig, was durch die ordentliche Anzahl an Abnähern ausmacht.
Aus dem richtigen Stoff mit etwas Elasthan ist das aber ein Wohlfühlmodell.
Den Rock hab ich schonmals vorgestellt es ist Beignet von Colette-Patterns.



  Der Stoff stammt vom Maybachufer, als ich im Herbst zur , um 10 Jahre genau zu sein,
Hochzeitsreise unterwegs war.



Insgesamt nicht ein Wahnsinnswurf das erste Modell, aber sehr tragbar.
Eigentlich wollte ich schon mit mehreren Modellen aufwarten, aber mein Berufsleben hat mich
gerade voll in der Zange. Deshalb werden zwar weitere Modell folgen, aber leider weit hinten in meinem Zeitplan...



 Deswegen : Ärmel hoch !
Und ran an den Speck !

Alle anderen tollen Frauen trefft ihr wie immer Mittwochs    hier.
Allerdings für dieses Jahr das letzte Mal, denn das tolle Team der
memadeMittwochsorganisatorinnen geht in den wohlverdienten Urlaub !

Euch allen da draussen  noch eine schöne Vorweihnachtszeit !

Dienstag, 2. Dezember 2014

der gertie-blazer


der gertie-blazer. ein jahr zu spät wie alle anderen aber eine lange liebe von mir.
schon lange wollte ich ihn mir nähen .
aber die passformschwierigkeiten die immer wieder berichtet wurden schreckten mich ab.


ich habe übrigends beide bücher. einmal auf englisch und die deutsche version.
und da die englische verliehen ist an eine andere liebe bloggerin, habe ich halt kurzerhand die deutsche gemacht.


und da ich weiß, das butterick für meine größe recht üppig ausfällt und mir meistens passt, und das sogar an der oberarmweite, pauste ich fröhlich ab, und merkte bald, das passt !
also ganz fast...


abends auf twitter kamen große bedenken, weil auch der futterschnitt wohl nicht recht passen soll, aber bei der deutschen ausgabe kann ich das nicht bestätigen. alles passt. die genauigkeit der abnäher im ober-wie futterschnitt sind phänomenal, und alles klappte wie am schnürchen.


natürlich könnte man den endsitz optimieren, aber das kann man ja fast gar bei jedem schnitt..


mit jeans sieht es sehr übel aus, da gehört schon ein rock dazu, aber reitunterricht im rock ist jetzt für mich irgendwie nix. nur kurz übergeworfen über hol und bringkleidung und arbeitstag.
bloggen war jetzt echt schwieriger wie das nähen.
der nächste blazer wird angepasster, an der weite könnte man noch 4cm zugeben und am oberen rücken 3 cm wegnehmen. aber das wars auch im großen und ganzen.
fazit ich bin gegenüber den anfangsbedenken sehr zufrieden mit diesem blazer und es wird wirklich nicht der letzte sein..

Samstag, 29. November 2014

paspelknopfloch-methode

  linke stoffseite und paspel mit einlage bebügeln.

  paspelstoff auf die rechte stoffseite stecken und die knopfbreite aufzeichnen.


ganz schmal an der anzeichnung absteppen. einmal rundherum. bitte sicherheitsstiche nicht vergessen
an Anfang und Ende. sonst löst sich gleich wieder alles in Wohlgefallen auf.


so sieht das aus.

einschneiden und auch die nasen anschneiden. wichtig zur ausformung der ecken.
Auch hier gilt : nicht die Naht durchtrennen, sonst funktioniert der Trick nicht.


dann wird eine Seite erkoren, ich nehm immer die obere de Paspels und er wird zur Naht hin aufgeschnitten. Nur bis zur Naht.


so. genaueres, ungenaues Bild.



Die Breite des Paspels kann man durch schieben des Stoffes verbreitern, und natürlich durch eine
breitere Naht beim Absteppen der Markierung.


Bügeln. Ich steppe es immer im Nahtschatten ab. dann bleibt alles da wos hingehört.

Diese Methode ist sehr zackig und sauber. An meinem vollendetem Gertie-Blazer hat das rucki-zucki
mal 8 Paspelknopflöcher gemacht...
Diese Methode habe ich von Craftsy. Das ist eine Plattform in VHS-Format für Handwerkstechniken aller Art das in der USA beheimatet ist. Das heißt ergo, alle Kurse sind in Englisch oder Amerikanischem Englisch. Ich verstehe jedes Wort, dem beim Anschauen erschließt sich alles.
Nebeneffekt : bald spreche ich sehr gut Englisch....
Alle Kurse die man bucht, kann man in Endlosschleife ansehen, wiederholen, überspringen.
Oder dem/der Kursleiterin Fragen stellen, im Onlineforum.Die dann auch zügig bearbeitet werden.

Da meine Damenschneiderinnen alle in Rente sind, oder nicht mehr praktizieren, ist Craftsy für mich
die ideale Methode, neues zu lernen oder Erlerntes zu vertiefen.
Alle Kurse die ich bis jetzt belegt habe, waren sehr informativ, ausser dem Strickkurs, die hört sich gern selber schwätzen und zeigt nix ;))

Einer meiner Lieblingskurse ist übrigends Underneath it all.. sehr schön das ganze, voller
"texture and structure "...
Eigentlich mache ich keine Werbung, aber Craftsy ist für mich rundherum empfehlenswert.
Warum ich das erzähle ?
Weil alle Kurse bei Craftsy bis Montag auf 15€ heruntergesetzt sind.
Das lohnt sich. Vorallem weil die Konstruktionskurse normalerweise bei 52€ liegen...

also ! husch , husch ! werft einen Blick über den Tellerrand !

und den Gertie-Blazer stell ich morgen vor, heute war das nix..

Mittwoch, 26. November 2014

me made am feiertag


heute trage ich eine premiere.
nämlich meine erste eigene gestrickte jacke.


auch wenn man es auf den fotos nicht sehen kann :
ich bin stolz wie bolle.
natürlich lässt das strickbild zu wünschen übrig und die linke ärmelnaht sitzt etwas spack.
aber hey ! ICH HABS GESCHAFFT !
dazu trage ich zinnia von colette patterns. ein schöner schnitt. aber eher nix für mich.
zu bollig der effekt, was aber auch am stoff liegt ein schwerer steifer leinendruck vom holland-markt.

geht schon, aber wird nicht mein dauertragelieblingsrock.


aber mit dollem knopf und schönen schmetterlingen drauf. das ist heute wichtig.


denn heute bin ich der geburtstagsschmetterling und flatter bei rotweinduft so durchs haus.

habt sonne im herzen !
alle anderen wunderschönen schmetterlinge seht ihr heute wieder hier :
und wie ich sehe flattern heut einige !

rock : zinnia von colette patterns 
stoff : holland markt
strickjacke : stormy weather von drops

Sonntag, 16. November 2014

22. tettnanger frauentage



als ich im mai einen telefonanruf erhielt , ob ich mir vorstellen könne für die tettnanger frauentage
einen kurs zu geben habe ich sehr, sehr spontan ja gesagt .
die tettnanger frauentage sind nämlich eine sehr gute sache, und ich hatte jahre zuvor
schon einmal daran teilgenommen.
ich hab nachgeforscht übrigends.
im jahr 2000 war ich teilnehmnerin da.
und ich konnte mich noch an das staunende gefühl daran erinnern dort gewesen zu sein.

mitten nach den babyblase, mitten in der doppel-kleinkind-dressur,
waren diese anderthalb tage
unter frauen, ohne haushalt, ohne kochen , ohne aufräumen, ohne ständiges rockzipfelgezuppe
eine wahre wohltat. 

die frauentage in unserer kleinen, beschaulichen stadt sind zumindest für mich immer im herbst präsent.
 sie bieten auszeit, entdecken von neuen dingen und einen ordentlichen blick über den tellerrand. es gibt ganz verschiedene workshops die man buchen kann, und die  für meinen geschmack eine ordentliche bandbreite abdecken.
das frauentageteam,  die das alles organisieren , leisten einiges um den teilnehmerinnen ein ganz wohliges gefühlzu vermitteln und eine gute  auswahl an interessen abzudecken.
großen respekt dafür !



trotzdem war ich sehr aufgeregt.
in meinen laufenden nähkursen habe ich ja meist vorgespräche über die skills und vorstellungen was
so genäht werden will/soll.
in  workshops  wo man die teilnehmer nicht kennt ist das schon ein bißchen schwieriger.
was will man ? können schon welche nähen? sind erfahrene näherinnen dabei ? oder ganz blutige
anfängerinnen.



ganz zu anfang meiner überlegungen dachte ich wirklich darüber nach einen roten rock zu nähen.
so quasi als statement. aber dann fielen mir wieder viele frauen ein, die damit ein problem haben.
a mit rot und b mit rock. hmm.
es war wirklich nicht einfach für meine ausgeprägte vorliebe zum grübeln.
schlußendlich einigte ich mich mit mir selbst auf kleine sachen wie reißverschlußtaschen und stifte-
rollen.
und das war gur so.
so konnte bei der vorstellungsrunde auch ein klareres bild darüber entstehen, was sich jeder so vorstellte. von bis war auch wirklich alles dabei.
und so habe ich die energien fließen lassen, und überwog am ersten abend das kennenlernen und ausprobieren, gab es am nächsten tag ordentlich dynamik und ganz verschiedene sachen sind entstanden und tatsächlich auch etwas größere projekte.und alle sind fertiggeworden !
das hat mich ganz besonders gefreut, das niemand mit nichts rausgelaufen ist.

mädels , ihr wart alle ganz schön toll !


abschließend möchte ich sagen das es mir wahnsinnig gut gefallen hat. als referentin und als nutznießerin des gesamtgefühls dieser frauentage.
mit allen helfern und helfershelfern eingerechnet waren es knappe 140 frauen die sich sehr wohlwollend und miteinander begenet sind, und das löst noch jetzt ein ganz warmes gfühl aus.
schön fand ich auch die begnungen mit frauen die mir mitgeteilt haben das sie regelmässig meinen
blog lesen, das fand ich total schön und es waren interessante gespräche ! es ist immer ein gutes gefühl wenn man merkt das ich selbst nicht in einen luftleeren raum hineinschreibe !
das darf ruhig weiter geschehen...


ich sage ein herzliches dankeschön an alle die ich dieses wochenende kennenlernen durfte
und an das frauentage-team.
ihr seid alle großartig !

und p.s .
ihr wißt ja :
gut gebügelt-ist halb genäht !

und hier noch : der link zu den tettnanger frauentagen.
und der artikel aus der presse .

Sonntag, 26. Oktober 2014

frauenmuseum hittisau


der besuch einenes frauenmuseums kann mit unter auch in der aufgeklärten zeit ziemlich unwillen und mißverständis auslösen, wie ich gestern bemerken konnte...
schon in der ersten minute in der der wunsch nach einem besuch im frauenmuseum geäußert wurde fingen die widerstände an....,



das frauenmuseum liegt in hittisau, im bregenzer wald , vorarlberg in  österreich.
natürlich wohne ich grenznah, aber das ist dann schon einer größere sache.
wie gut das ein freunde von uns in der nähe wohnen, und zusammen konnte man diesen besuch gestern ins auge fassen.

die momentane ausstellung befasst sich mit dem wert und der bedeutung von gestickten spruchtüchern. das interessiert mich als handwerkerin natürlich doppelt.

das museum ist sehr ansprechend gestaltet. die sammlung der gezeigten spruchtücher geht in die hunderte. alles spenden aus der bevölkerung . die tücher wurden katalogisiert, fotographiert und die einzelnen, wenn noch vorhanden, daten aufgenommen.
spruchtücher kenne ich noch..zwar nicht aus meiner familie, aber dennoch aus andren haushalten meiner kindheit.einfach oder kunstvoll waren dort einprägsame worte auf stoff festgehalten.

die ausstellung an sich ist in mehrere themenbereiche gegliedert. so wie die tücher ebenfalls für bestimmte bereiche des lebens standen.

ebenso gibt es einige exponate aus der heutigen zeit . verschiedene künstlerinnen aus europa setzen sich auch heute noch mit diesem thema auseinander und reflektieren somit auch ein ganz gutes bild von der frau in der heutigen zeit.



spruchtücher waren ja oft auch nicht irgendwas, sondern transportierten ja auch ganz klar eine botschaft.

 an passender stelle drapiert, weiß man (n ) dann gleich mal bescheid....



braucht es in der heutigen zeit noch so ein frauenmuseum ?
muß man denn da wirklich hingehen ?


der gestrige verlauf zeigt ganz klar :
jaha..wir brauchen ein frauenmuseum.
genauso wie wir ein männer, kinder ,und menschenmuseum bräuchten.
es ist der blick über den tellerrand der ermöglicht fragen zur rolle , zum rollenverständnis und zur stellung der person zu stellen, zu disskutieren und zu reflektieren

welch unsäglichen sprüche nämlich der wunsch eines besuches im " frauenmuseum " nach sich zieht
ist unglaublich und unerträglich.
"aber alles ja nur im spaß...."

eben jene dämlichen sprüche zeigen mir das feminismus auch heute noch wichtig ist.
dinge zu hinterfragen, zu erinnern und vorauszuschauen sind elementar.
wie einfach man heute nämlich immer noch in der kinder-küchen-karierre-falle steckt ,
sieht man doch auch täglich in den nachrichten.
und was ein besuch des museums  in den jeweiligen partnern auslöst zeigt mir auch :
 ja. wir brauchen solche sachen.
und wir brauchen den diskurs der zwangsläufig dadurch entsteht auch.

auch wenn dieser diskurs zuweilen sehr anstrengend sein kann..

passend zu thema las ich gestern morgen auch bei der vorspeisenplatte eine sehr gute rezension des buches von anne wizorek .
auch dieser artikel beweist mir :
ja . wir brauchen feminismus.
und ja . ich bin feministin.

frauenmuseum hittisau
spruchtücher zwischen tradition,rollenzuschreibung und moderne
7.juni 2014 - 8. februar 2015
platz 501
6952 hittisau /vorarlberg austria
donnerstag 14-17 uhr
sa/so 10-12 und 14-17 uhr.


Samstag, 18. Oktober 2014

rosshaareinlage und technikfragen


angefangen hat eigentlich alles mit diesem buch.
es wurde an allen orten im netz besprochen. und als dann der kostüm-sew-along war , wurde es
ausführlicher unter die lupe genommen.aber an der rosshaareinlage die in diesem buch an meheren stellen beschrieben wurde, blieb ich hängen.
im netz fand ich wenig bis gar nix über dieses wundersame material. rosshaar wird fast nur noch ausschliesslich als band für modisten vertrieben.
und natürlich in den geschäften der savile row verwendet.

das material ist kaum aufzutreiben, aber aus meinem kopf verschwand es nicht.
glücklicherweise ging meine freundin madame monty auf reisen nach london, und brachte mir dieses


die beste kreide ever, you know. handgebraut in london !



horsehairbraid. aber dazu an andrer stelle nochmals.


und hier rosshaareinlage.
meterpreis 12 euro / breite90. .


also lass mal probieren.
oberkragen.
unterkragen.
rosshaar wird auf den unterkragen gearbeitet, den der unterkragen gibt die form vor.
immer und auch ohne rosshaar und nur mit vlieseline bebügelt.


der rosshaarkragen wird nicht im stoffbruch zugeschnitten, da man ( übrigends auch bei anderen verarbeitungsformen ) in die hintere mitte eine naht setzt damit der kragen an stand und stabilität gewinnt und nicht schmnöde herunterhängt..



markieren des nackens. orinetiert sich zwischen den schulterpasszeichen. the rollline, you know ?
das ist die linie in der der kragen sich beginnt auf die schulter zu legen, während das schmale teil am halsrand liegen bleibt.
nahtzugaben anzeichnen nicht vergessen.


nun wird pikiert.
und das ist der knackpunkt.
laut buch von gertie sind das parallel verlaufende "hännedepperle" ( sagt man in schwaben ) ( also hühnerfußabdrücke )
soweit so gut. jann ich !. trick 17. der kragen wird nicht gedreht zur stichrichtung ( also vor und umdrehen und zurück ) , sondern bleibt immer in einer richtung liegen. die hand orientiert sich an der fließbewegung der kragens.
rosshaar ist natürlicherweise extrem sterrig und sofort formgebend.
das ist echt irre. schmale linien die man näht beeinträchtigen sofort den stoffverlauf.
deswegen wirde der kragen mit rosshaar auch immer so wie oben gezeigt gehalten. das ermöglicht
eine vorgebende formrichtung.



spätestens hier aber tauchten fragen auf :


wie um himmelswillen sieht denn die rechte seite aus ! fürchterlich !
macht man das rosshaar wieder weg ? im buch stand aber echt auch garnix rechtes dazu, und bilder von der rechten stoffseite nach dem pikieren sucht man vergeblich...


ich hab es dann trotzdem fertig gemacht .
um ein extra für diesen versuch hergestelltes bügelei gelegt.
nassgemacht. und gebügelt.
und was soll ich sagen.
wahnsinn der effekt !
da kann man lange rumbügeln....



aber diese rückseite....
schlußendlich. nachdem ich den ganzen tag im kopf damit beschäftigt war, und sogar beim arbeiten nicht abschalten konnte.
fragte ich mal um 22.00 twitter...


nachdem ich zum wiederholten male die stichdefinitionen , bilder und texte im buch nachgelesen hatte...


und zack ! um 22.10 war die problem gelöst....

a. richtige fadenfarbe...(aha ! wie schnöde !)


und



b. richtige kleine mikroskopische stiche.
mit einem langen faden auf der einlage, und einem ganz kurzen auf der rückseite.
quasi unsichtbar !

liebe frau nahtzugabe !
ich danke ihnen hiermit herzlich von ganzem herzen !
sie haben mir eine weitere schlaflose nacht erspart
und mich mit ihrer bibliothek und ihrem unschätzbarem wissen wirklich geholfen !
danke !